Auch für den Kaffee im Bistrot muss vielerorts weniger hingeblättert werden als bisher. Denn zum 1. Juli hat Frankreich die Mehrwertsteuer für Gaststätten von 19,6 auf 5,5 Prozent gesenkt. Die großen Gaststättenverbände sagten dafür der Regierung Preissenkungen zu. Alkohol ist davon ausgeschlossen.
Mehrere Minister wollen Gaststätten besuchen, um sich von den Preissenkungen zu überzeugen. Die Preissenkungen sind freiwillig. Wer damit wirbt, muss aber mit Kontrollen des Staates rechnen. Die Verbände haben zugesagt, den «kleinen Kaffee» an der Bar, das Tagesgericht und besonders häufig nachgefragte Getränke und Speisen billiger anzubieten. Bei McDonald's gibt es Spielraum für Preissenkungen nur im Restaurant - wer wie die meisten sein Essen mitnimmt, zahlte schon bisher nur den reduzierten Steuersatz.
Frankreich hatte lange Jahre in der EU für das Recht auf die Steuersenkung gekämpft. Deutschland hatte dies stets verhindert und erst im Gerangel um die Maßnahmen gegen die Finanzkrise nachgegeben. Vor allem große Ketten wie «El Rancho», «Flo» und «Buffalo Grill» wollen die Steuersenkung größtenteils weitergeben. Viele unabhängige Bistrot- und Café-Betreiber, die mehr schlecht als recht über die Runden kommen, wollen aber lieber ihre Gewinnmarge erhöhen. dpa
Niko meint: Das ist doch ein Ansatz. Ich bin zwar sicher, das die Marge in den wenigsten Fällen wirklich an den Verbraucher weitergegeben wird, aber zumindest die Ketten scheinen mitzuziehen. Schade, dass in Deutschland Gastronomie und DeHoGa bisher vergeblich für den reduzierten Mehrwertsteuersatz von 7 Prozent in der Gastronomie kämpfen.
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