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 Niko

Berlin will Restaurant-Bewertungen

Niko
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29. September 2009

Restaurant Task Force: In Fragen der Lebensmittelsicherheit strebt Berlin für die ganze Stadt Gastronomie-Bewertungen an

Stinkendes Fleisch, verschimmelte Arbeitsplatten und zugemüllte Restaurantküchen: In Fragen der Lebensmittelsicherheit strebt Berlin für die ganze Stadt Gastronomie-Bewertungen an. Bisher gibt es dazu erste Modellversuche in zwei Bezirken. Im kommenden Frühjahr sollen diese Versuche ausgewertet werden, sagte Marie-Luise Dittmar, Sprecherin der Senatsgesundheitsverwaltung. Berlin wolle dann ein bundesweites Bewertungssystem anregen. Das Verbraucherinformationsgesetz solle so geändert werden, dass Behörden von sich aus mit mehr Informationen an die Öffentlichkeit gehen könnten, ergänzte Dittmar.

Lebensmittel-Kontrollen sind in ganz Deutschland an der Tagesordnung - auch in der Gastronomie. Doch bislang erfuhr die Öffentlichkeit wenig von den Ergebnissen und Bewertungen. Der Berliner Bezirk Pankow hatte das geändert, was einige Schlagzeilen auslöste. Hier kennzeichnet ein Smiley zum Beispiel Restaurants, die bei der amtlichen Lebensmittelkontrolle eine überdurchschnittliche Qualität und Hygiene nachgewiesen haben. Im Internet steht aber auch eine Negativliste von Lokalen und Läden, die gegen hygienische Auflagen verstoßen - illustriert mit wenig appetitlichen Behörden- Beweisfotos. Das Smiley-System hat sein Vorbild in Dänemark.

Der Bezirk Marzahn-Hellersdorf setzt bei seiner Alternative zur Negativliste auf Belohnung. Wenn ein Restaurant innerhalb von fünf Monaten keine hygienischen Auflage verletzt, bekommt es einen «grünen Bären» vom Bezirksamt als Qualitätssiegel und Auszeichnung. Bei späteren Verstößen wird der Bär wieder aberkannt. Noch steht nicht fest, welche Bezirks-Taktik zu mehr Erfolg führt. Die Senatsverwaltung hofft, dass es später einen Konsens für eine Methode gibt - und dann alle Bezirke mitmachen.

Für mehr Lebensmittelsicherheit hat Berlin seit Frühjahr auch eine «Task Force». Der Expertenpool steht zum Beispiel für den Fall eines neuen aufkeimenden Fleischskandals bereit. Bisher habe es aber noch keinen Anlass für einen Einsatz gegeben, sagte Gesundheitssenatorin Katrin Lompscher (Linke). dpa

 

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