Die übereinandergeschichteten Steine der Mauern, die seit Dezember fast ununterbrochen gefroren waren, würden wegen der nun milderen Temperaturen förmlich auseinander gesprengt. Ein Sprecher des Agrarministeriums in Magdeburg sagte, die Winzer hätten das Problem gemeldet. Derzeit werde geprüft, wie ihnen geholfen werden könne.
«Das Ausmaß ist noch nicht absehbar», sagte der Geschäftsführer der Winzervereinigung Freyburg, Gerald Lange, in Freyburg. «Die Rebstöcke selbst haben den langen, harten Winter recht gut überstanden». Nur empfindliche Sorten, so der Müller-Thurgau, hätten leichte Schäden abbekommen.
Die Winzervereinigung bewirtschaftet nach Angaben Langes 360 Hektar Land, etwa ein Fünftel davon an Steilhängen. Das gesamte Anbaugebiet an Saale und Unstrut umfasst 685 Hektar. Bei der Lese 2009 ernteten die Winzer dort Trauben für 1,6 Millionen Liter Wein. Das war nur halb so viel wie Vorjahr. dpa
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