16. Juli 2010

Reise in den Libanon: Hotspots von Beirut

Mode, Shoppen, Clubs, Bars, Restaurants und Hotels: Was ist im Sommer 2010 angesagt in Beirut?

SOMMERHIT: Seit Wochen die Nummer eins in den libanesischen Charts ist Wael Kfoury mit seiner gefühlvollen Schmonzette «Ma redschit inta» (Du kamst nicht zurück). Der 35-jährige Beau posiert gerne mit Drei-Tage-Bart und in halboffenem Hemd, das den Blick auf sein Brusthaar freigibt. Kein Wunder, dass ihm die Herzen der jungen Libanesinnen zufliegen. Und wenn er dann noch schmachtend singt: «Der Winter ging, der Frühling kam und ging, und du kamst nicht zurück», fließt schon einmal verstohlen die eine oder andere Träne.

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ACCESSOIRE DES SOMMERS: Die Hermès-Tasche. Überall zu sehen, wo die Society-Damen abends flanieren, in allen Farben des Sommers. Die vormals so gefragten Taschen von Chanel und Luis Vuitton sind in Beirut neuerdings «out», zumal Hermès am 30. Juli seinen eigenen Nobelladen in der libanesischen Hauptstadt eröffnet. Mit einem Ansturm der Beiruterinnen wird zu rechnen sein, auch wenn die teuersten Stücke bis zu 13.000 Euro kosten.

HOTSPOT DER STADT: Alle Orte, an denen es laut, teuer und stark klimatisiert ist. Beirut mag im Westen immer noch das Image der Bürgerkriegshölle (1975-1990) anhängen, doch die Stadt am Mittelmeer strotzt vor Lebensgier und Übermut. Die Plätze in der trendigen Sky Bar in Downtown sind bis September ausgebucht und werden nur noch auf dem Schwarzmarkt gehandelt. Zu den angesagtesten Clubs gehört derzeit auch das White, wo man besonders vielen knapp bekleideten Schönheiten beim Tanzen zusehen kann, was auch die männlichen Touristen aus den Golfstaaten anzieht, die daheim tagein, tagaus nur schwarz verschleierte Frauen sehen. Für einen Skandal sorgte kürzlich eine Model-Agentur, die in Beirut Playmates auf die Tanzfläche schickte. Die finanzkräftigen Auslands-Libanesen, die es im Sommer regelmäßig zurück nach Beirut zieht, besuchen gerne Gourmet-Tempel wie das französischen Chic versprühende Cocteau in Achrafieh, wo man für ein Menü schon mal 250 Euro einkalkulieren sollte.

UND SONST?: Dinieren im Himmel. Diese Erlebnis-Gastronomie gibt es auch in anderen Weltstädten. In Beirut führte sie der junge Event- Promotor Alfred Asseily im Mai ein. Bis zu 22 Gäste werden auf einer Plattform mit einem Kran in 60 Meter Höhe gehoben, um sich dort von einer von Top-Chefs zubereiteten Mahlzeit verwöhnen zu lassen. In Beirut bietet die hängende Tafel einen exquisiten Blick über Skyline und Strand der Stadt. Für eine Kran-Partie mit voller Verköstigung werden rund 12 000 Euro berechnet. Wer für derartige Extravaganzen nicht reich genug ist und auch den Eintrittspreis für die exklusiven Beach-Clubs nicht aufbringen kann, dem bleibt nur ein Spaziergang an der Uferpromenade. Doch Vorsicht: Auch dort gilt das Prinzip «Sehen und gesehen werden». Die Libanesinnen, die viel Geld zum Friseur und zum Schönheitschirurgen tragen, achten darauf, dass sie auch beim Joggen chic angezogen sind. dpa

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