18. Juli 2011

Sternekoch Buchholz eröffnet Restaurant im Gutshof Britz

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Buchholz Gutshof Britz: Ab 8. August belebt Matthias Buchholz das denkmalgeschützte Schweizer Haus auf dem Britzer Schlossgelände mit gehobener Landhausküche

Buchholz Gutshof Britz - der Name ist Programm bei der Eröffnung des ersten eigenen Restaurants von Matthias Buchholz, denn hier im Süden Berlins kocht er künftig legere Landhausküche. "Keine karierten Maiglöckchen, kein Teller-Ikebana", kündigt Matthias Buchholz an. Sondern unkomplizierte, gradlinige Saisonal-Küche.

Ein Jahr hatte sich der sternedekorierte ehemalige Küchenchef des First Floor im Berliner Hotel Palace aus der Gastronomie zurückgezogen, um die Batterien aufzuladen und neue Ideen zu entwickeln. Jetzt kehrt der gebürtige Rheinländer in die Gourmetwelt zurück und startet auf dem Gelände von Schloss Britz an einem Ort durch, der auch für viele Berliner noch ein Geheimtipp ist.

Denn das Schlossgelände mit seinen denkmalgeschützten Nebengebäuden schlief einen Dornröschenschlaf, aus dem es jetzt erwacht ist. Das Schweizer Haus, in dem früher die Melker wohnten, wird frisch restauriert zu Buchholz' Restaurant; der angrenzende Kuhstall zum Kultur-Stall, einem hochkarätigen Veranstaltungsort des Bezirks. Beide Räumlichkeiten können miteinander kombiniert werden, so dass man Buchholz sowohl im intimen Rahmen seines eigenen Restaurants als auch bei repräsentativen Anlässen, größeren Empfängen und Diners nebenan erleben kann.

Flair mit hoher Anziehungskraft: Schloss Britz liegt im Berliner Bezirk Neukölln, keine Viertelstunde von der City West oder Berlin-Mitte entfernt. Das ehemalige Rittergut bietet mit einem großen Naturgelände und seinen umgebauten Stallungen ein idyllisches Ambiente, in das sich das neue Restaurant Buchholz Gutshof Britz perfekt einfügt.

Hierher kommen Kultur- und Naturbegeisterte gleichermaßen auf ihre Kosten, denn auf dem autofreien Areal der heutigen Kulturstiftung mit Freilichtbühne und Museum finden Ausstellungen, Festivals und Konzerte statt. Insbesondere für Familien und Kinder hält der Gutshof mit angrenzendem Park und Tierhaltung eine spannende Umgebung bereit.

Als das Pachtangebot von Neuköllns Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky kam, musste Buchholz nicht lange überlegen. Mit seinem sehr persönlich ausgerichteten Restaurantkonzept möchte Matthias Buchholz die Lücke zwischen Familienrestaurant und gehobener Gastronomie schließen. "Der Wohlfühlfaktor ist entscheidend, nicht das Tafelsilber, wenn das Essen stimmt", sagt er.

Hauptbühne wird die Gaststube mit schlichter, klarer Ausstattung sein. Auch das malerische Gartenrestaurant lädt zum Verweilen und Genießen ein. Die stilvoll-gemütliche Gourmet-Etage wird jeweils von Donnerstag bis Sonntag geöffnet sein. Buchholz: "Wer möchte, kann hier eine Verabredung mit dem alten Buchholz haben und auf Sterne-Niveau essen und am nächsten Tag mit der Familie auf einen Kaffee im Garten sitzen."

Auf der Weinkarte stellt sich Matthias Buchholz junge deutsche Winzer und ausgewählte europäische Nachbarn vor; den Winzersekt soll es natürlich ebenso geben wie das frisch gezapfte Bier. Gekocht wird mit saisonalen und regionalen Zutaten. Auf der Speisekarte stehen etwa Tafelspitz mit Radieschen-Meerettich-Vinaigrette, Geschmorte Spanferkelschulter mit Ofengemüse und Bierjus oder Salat mit gebratenem Spargel und Pfifferlingen.

Auch ein Bio-Menü ist in Planung. Bei sämtlichen Produkten, bei denen es möglich ist, greift der Chef auf regionale Lieferanten zurück. "Einzige Einschränkung: Exotische Fische und Trüffel - sie wachsen leider nicht im Brandenburgischen", so Buchholz.

Geheimrezepte und komplizierte Menübezeichnungen gibt es aber nicht. Nach Jahren in der Luxushotellerie freut sich Matthias Buchholz im eigenen Restaurant auf den persönlichen Draht zu seinen Gästen und auf manchen zwanglosen Gastgeber-Plausch nach dem Essen, bei dem er auch den einen oder anderen kulinarischen Kniff verrät.

Buchholz Gutshof Britz, Alt-Britz 81, 12359 Berlin, Tel: 030/600 34 607

ab 12 Uhr geöffnet, sieben Tage die Woche Garten von April bis Oktober geöffnet, Gourmet-Etage jeweils Donnerstag bis Sonntag, Circa-Preise: Vorspeisen: EUR 5,50 bis EUR 22,- Hauptgänge: EUR 9,50 bis EUR 28,- Desserts: EUR 4,- bis EUR 9,50 Gourmetmenüs: EUR 37,- bis EUR 45,- (3-gängig) EUR 39,- bis 52,- (4-gängig), Außenbereich: 70 Innenraum: 50

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Kommentare (11)

  1. Michael Rauscher am 18.07.2011
    Liest sich gut. Ich hab\'s mir schon mal notiert. Danke für den Hinweis!
  2. Joachim Paul Schäfer am 19.07.2011
    Ich freue mich auf den \"neuen Buchholz\", habe ihn und seine Küche im first floor genossen. Aber wie geht das: 7 Tage geöffnet im Garten, 4 im Gourmet Rest.? Was ist bei Regen in den anderen 3 Tagen?
  3. Carola Ludwig am 21.07.2011

    Auch ich freue mich sehr, dass so ein vorzüglicher Koch in meiner Nähe ein Restaurant eröffnet. Noch 18 Tage bis zum 8. August!
    Genießen durfte ich die Kochkunst von Matthias Buchholz bereits im »First Floor«.
    Ist eine Einladung/Voranmeldung für den 8. August notwendig?
    Das beschriebene Küchen-Konzept »back to the roots«/gute Produkte aus der Umgebung gefällt mir sehr.
  4. axel schaefer am 08.08.2011
    Lieber Matthias, alles Gute...!
    Ich bin gespannt, wie das neue interior aufgenommen werden wird!

    liebe Grüße
  5. Heiko Schulz am 11.08.2011
    Hallo Matze, du alte Mistpu...
    schön das Du wieder aktiv bist und Dein Ding machst! Hoffe ich schaffe es irgendwann mal wieder nach B. um alles zu \"begutachten\".

    Viel Erfolg und kulinarische Grüße
  6. Cornelia Büchau am 13.10.2011
    Entweder hatte ich heute großes Pech(Bestellung Eismeerforelle) oder der Stern ist untergegangen!
  7. andrew Schneider am 12.12.2011
    Wir waren am 3.Advent mit 7 Personen dort
    und hatten eine entsprechende Erwartungshaltung,
    die aber mit großer Enttäuschung untergegangen
    ist. Im Großen und Ganzen sehr spärlich und
    lieblos angerichtet. Keine Weiterempfehlung!
  8. Brigitte Lietzau am 27.05.2012
    Mein Mann und ich wollten heute gegen 15.00 Uhr im Garten des Restaurants Buchholz Kaffee und Kuchen bestellen. Der Garten war keinesfall voll, wir fragten jedoch zur Sicherheit einen Ober, ob ein Tisch frei wäre. Vier Ober bewegten sich in dem mit nur 6 Tischen und einer etwa 50 cm hohen Buchsbaumhecke eingezäunten Areal, in dem wir Platz nahmen, jedoch keiner kam uns. Wir warten geduldig. Am Nachbartisch wurde inzwischen zwei Damen die Karte gereicht, sie bestellten jeder ein Eis, was zügig kam. Als wir schließlich nach einer guten Viertelstunde einen Ober ansprachen, erhielten wir eine unverständliche Antwort. Es vergingen etwa weitere 5 Minuten, bis wir endlich die Bestellung aufgeben konnten. Zum Zeitvertreib beobachteten wir während der Wartezeit, wie die 4 Ober munter samt Gedeck seitlich über die nur an der Stirnseite offenen Buchsbaumhecke stiegen, unmittelbar neben uns -ein doch recht ungewöhnlicher Anblick - und zu zweit oder sogar zu dritt den Nachbartisch bedienten mit jeweils nur einen Teller in der Hand. Der Kaffee kam recht bald, der Kuchen ließ wiederum auf sich warten. Als er schließlich kam, wurde er meinem Mann mit weit ausgestreckten Arm über die Hecke zuerst serviert, dann mir auf die gleiche Weise (von Ladies first ganz zu schweigen...). Kuchen und Kaffee waren jedoch sehr gut, aber der Service sollte auch stimmen, zumal in dem vielfältig angepriesenen gehobenen Ambiente eines ehemaligen Sternekochs. Der Ober reagierte beim Bezahlen auf unsere Kritik beleidigt.
  9. Not Available am 25.01.2013
    Ich habe selber im Hotel Palace als Koch gearbeitet, zum Teil auch im First Floor, und der Herr Buchholz ist bis heute eine Legende.
  10. Ingo Nitschke am 27.01.2013
    Meine Frau und ich hatten große Erwartungen(First Floor),sind aber sehr enttäuscht. Hier stimmt das Preis Leistungsverhältnis in keiner Form. Das Essen ist lauwarm und ohne liebe angerichtet. Der Wein fängt bei 39 Euro an. Ein Glas Prosecco kostet 8,50 Euro. Wo sind wir denn ? Hat hier jemand den Respect vor anderers Leute Geld verloren ? Schade , so wird das leider nichts.
  11. Bueni am 18.04.2013
    Traurig, was aus diesem Haus geworden ist! Vermutlich weiß niemand, dass dort ursprünglich Mieter lebten, die einen "lebenslangen" Mietvertrag hatten. Deren Leben war und ist zwar nicht vorbei, rausgekündigt wurden sie trotzdem auf mieseste Art und Weise und der seit Jahren auf eigene Kosten wunderschön angelegte Bauerngarten einfach rausgerupft, um schlussendlich dieses lieblose Restaurant mit unbequemen Klappstühlen und schlechter Bedienung einzuquartieren! Glückwunsch, Herr Buschkowsky - möge Sie der Blitz beim Sche***** treffen!

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