Natürlich gibt es den nicht, ich kenne keinen einzigen. Sommelier Hendrik Thoma hat vollkommen Recht mit seiner Aussage, an der sich inzwischen einige reiben.
Unter anderem Mario, der eine Ausnahme dieser Regel ausgegraben hat. Die Regel ist aber: Die seriöse Kostenaufstellung von Trauben, Korken, Flasche, Kapsel, Arbeitszeit des Winzer ergibt nichts Gutes unter 5 Euro in Rot. In Weiß gibt es da durchaus einige Beispiele.
In Rot nur die Ausnahme, wie den wunderbar leckeren Spätburgunder von Tesch, genau 5 Euro für den Liter, dafür aber ab Hof!
Oder jemand mag Rote mit 10-11 Prozent Alkohol, dann sollte er Traubensaft trinken, der ist noch billiger.
Der Rest ist Selbstausbeutung des Winzers, Selbstbetrug des Trinkers oder Discount-Angebote, die es natürlich immer wieder gibt, aber nicht die Regel sind. Und sicher EU-subventioniert sind.
Der vielzitierte ehrliche Winzer kann sich diesen Preis gar nicht leisten. Nur wenn er seine eigene Arbeitszeit nicht reinrechnet, aber das ist nicht ehrlich, sondern dämlich!
Aber so sind sie, die Deutschen, wollen gutes Fleisch für 99 Cent, guten Fisch für 79 Cent, gutes Brot für 60 Cent und einen Spitzen-Rotwein mit Öko und Terroir für 2,50. Nur weil 95 Prozent der Deutschen Wein für diesen Preis einkaufen, heisst das noch lange nicht, das er auch gut ist!
Dafür bekommt ihr Massen-Gammelware, die nach Plastik schmeckt. Oder Billigweinschwemme, nach EU-Norm subventioniert. Aber beim Auto zahlt jeder freiwillig und ohne Diskussion 25.000 Euro und mehr für sein gutes Stück. Schämt euch, wo bleiben die Genießer!
Grüße, Niko
Das meint Dirk Würtz und schreiberswein
"Oder jemand mag Rote mit 10-11 Prozent Alkohol, dann sollte er Traubensaft trinken, der ist noch billiger."
Was glaubst du eigentlich wer du bist?
Schreibst du vor was gut schmeckt?
Mein Gott - ziemlich lächerlich.
Gruß
Naja, aber knapp über 5, nämlich um 5,40 Euro, gibts schon recht Ordentliches. Zum Beipiel den Blaufränkisch Gfanger von Lehrner:
http://www.paul-lehrner.at
jaaa, super, ich bin dabei, eine kleine Sause durch Rheinhessen in der bottle...
und bitte bedenken: die 5 Euro sind für mich natürlich Endverbraucherpreis Großstadt (Weinhändler/Supermarkt)...d.h. beim Winzer vor Ort ist dann bereits bei 4 oder max. 4.50 Euro Schluss ;-)))))
Grüße, Niko
@Iris
Dann nenne ich diese Weine eben "gut". Das ist kein Problem, davon gibt es hier bei uns genügend. Ich weiss auch gar nicht wo das Problem liegen soll? Fünf Euro (zehm Mark) und keine gute Qualität? Nachgerade lächerlich. Ich lade euch alle gerne ein, mit mir hier eine Tour oder Probe durch die bundesrepublikanische Weinwirklichkeit zu machen. Ihr werdet überascht sein. Im Übrigen trübt Colaschoppen keineswegs den Blick...
Gruss
Dirk
Dirk, in der Überschrift stand "gut", nicht "trinkbar" und mit Cola vermischt mag das, woran Du denkst vielleicht durchgehen:-) - ein Hamburger bei MD ist auch "essbar" und stillt den Hunger - aber mit Genuss (und wer trinkt schon Wein gegen den Durst), hat das wohl weniger zu tun (aber über Geschmack sollte man ja nicht streiten....)
Ernsthafter: Danke Niko, Du nimmst mir die Argumente aus dem Mund - wohin die industrielle, kostenoptimierende Massenkultur und Weinbereitung für die so gerne gekauften Weine unter 5 € (wenn's die dann noch für den Weinbauern gäbe...)im Handel führt, kann man hier im Süden ja schon seit einigen Jahren beobachten - vielleicht mit Deutschland nicht vergleichbar - aber wie erst der Preis gedrückt und dann über gerade eben trinkbare (immerhin obligatorisch laboranalysekonforme)Massenproduktion gelästert wird, davon können hier viele Winzer und Kooperateure ein Lied singen (wenn sie nicht gerade ihre Weinberge roden, um die Kosten für den letzten Jahrgang mit den Ausreissprämien zu bezahlen, ehe sie zu Sozialhilfeempfängern werden....
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