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Brunello bleibt Brunello: Satzung wird nicht geändert

Niko
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30. Oktober 2008

Das Brunello-Konsortium hat jetzt beschlossen, dass Brunello weiterhin zu 100 Prozent aus Sangiovese bestehen muss und nicht verschnitten werden darf

Damit haben die Modernisierer eine Schlappe erlitten. Sie wollten die alte Satzung dahin ändern, das Brunello offiziell zu einigen Prozenten Merlot oder Cabernet verschnitten werden darf, damit der Wein runder und zugänglicher werde. Im Gespräch waren 3-5 Prozent.

In Sommer hatte ein Skandal die italienische Weinszene erschüttert, einige Erzeuger waren in den Verdacht geraten, den Sangiovese verschnitten zu haben.

Bei der Abstimmung im Brunello Konsortium stimmten jetzt laut decanter 96 Prozent der Güter für die Beibehaltung der 100 Prozent Sangiovese Regelung. "Signor Brunello", der Patriarch Franco Biondi Santi, hatte zuvor mit einem Austritt aus dem Konsortium gedroht. 

Niko meint: Die Reine Lehre hat sich durchgesetzt. Es darf aber die Frage gestellt werden, ob die Zulassung geringer Verschnittmengen nicht praktischer und für den Markt optimaler gewesen wäre. In spätestens 5-10 Jahren kommt der nächste Skandal um verschnittenen Brunello.

 

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