Die diesjährige Erntemenge wird bundesweit auf 10 bis 10,5 Millionen Hektoliter geschätzt und liegt somit auf dem Niveau des Vorjahres (10,3 Mio. hl). "Angesichts der guten Absatzentwicklung unserer Weine im In- und Ausland ist die zu erwartende Jahrgangsqualität und Weinmenge absolut marktgerecht", sagte die Geschäftsführerin des Deutschen Weininstituts (DWI), Monika Reule.
Insgesamt gesehen zeigen sich die Winzer mit dem aktuellen Jahrgang mehr als zufrieden. "Die Weinfreunde können sich in diesem Jahr auf schlanke, spritzige Weißweine mit einer frischen Fruchtsäure freuen, wie sie aktuell im Trend der Zeit liegen. Auch die Rotweine präsentieren sich vielversprechend und farbintensiv", bilanziert Reule.
Die Wetterkapriolen stellten die Winzer in diesem Herbst stellenweise vor große Herausforderungen. Nach anfänglich günstigen Witterungsbedingungen im Sommer, mit einem guten Mix aus Sonne und Regen, bremste eine relativ kühle und teils regnerische Periode im September die Reifeentwicklung leicht ab. Von dem sonnigen Spätherbst profitierten schließlich insbesondere die spät reifenden Rebsorten wie Riesling, Spätburgunder oder auch Silvaner durch intensive Ausprägung der sortentypischen Fruchtaromen.
Bei uns in der Pfalz waren bei der Ernte Anfangs die hohen Säure-Werte ein Problem. Doch diese konnte durch längeres Verbleiben am Weinstock doch gemildert werden. Der Jahrgang lässt auf knackige, spritzige Rieslinge hoffen.

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