Mancherorts ist das weiße Federvieh nämlich schon ausverkauft. Auf den Wiesen der Staatsdomäne Maßhalderbuch schnattern schon zwei Wochen vor Weihnachten keine Gänse mehr. «Wir sind ausverkauft», sagt Landwirtschaftsleiter Georg Schulze-Schilddorf. «Dieses Jahr ist ganz verrückt, wir hätten 200 Vögel mehr machen können», schildert er den Boom auf die nach Bioland-Richtlinien aufgezogenen Gänse der Domäne auf der Alb.
Rund 400 Tiere tummeln sich jährlich auf der Wiese, wo sie großzügig Auslauf haben. Im Juni kommen sie als Küken hierher und verlassen den Hof in Hohenstein (Kreis Reutlingen) zum Jahresende in Folie eingeschweißt. Das Geschäft, sagt Schulze-Schilddorf, verlagert sich von der Martins-Gans immer mehr in Richtung Weihnachten. Während um Martini rund ein Drittel der Gänse ihr Leben lassen müssen, sind es für das Weihnachtsgeschäft die restlichen zwei Drittel.
«Mehr können wir auch gar nicht machen, da fehlt uns die Kapazität», sagt der Landwirtschaftsleiter der JVA Rottenburg. Ja, tatsächlich ist die landwirtschaftliche Bioland-Domäne eine Außenstelle des Gefängnisses und wird von Gefangenen zusammen mit den Wärtern betrieben. Fürs Weihnachtsgeschäft kommen ein oder zwei ausgebildete Metzger, die in Rottenburg einsitzen, auf die Alb und helfen beim Schlachten der Gänse. Ein Hofladen wird ebenso erfolgreich betrieben wie einmal in der Woche der Marktstand vor den Toren der Haftanstalt in Rottenburg.
Mit seinen 400 Gänsen ist Maßhalderbuch durchaus ein größerer Betrieb. Denn Massen-Gänsehaltung wie in Polen oder Ungarn ist in Baden-Württemberg praktisch unbekannt. «Die Gänsemast erfolgt bei uns in Verbindung mit Weidehaltung und damit naturnah», heißt es im Landwirtschaftsministerium. Meist ist dies mit Direktvermarktung und, wie es im Behördendeutsch heißt, erzeugernahen Absatzwegen verbunden. Also etwa einem Marktstand oder der Belieferung einer Metzgerei oder Gaststätte.
Im Mai 2007 wurden im Südwesten rund 18 400 Gänse von 561 Haltern aufgezogen, im Schnitt nur 33 Tiere pro Halter. Und dass die Gans bei den meisten Menschen tatsächlich nur selten mehr als einmal im Jahr zu Weihnachten auf den Tisch kommt, macht diese Zahl deutlich: 2008 wurden in Deutschland nur 300 Gramm Gänsefleisch pro Kopf verzehrt. dpa
Im Restaurant ZANDER www.zander-restaurant.de gibts Pommersche Gänse von Dirk Kupke aus Arenzhain in Brandenburg, wenn man will auch für Weihnachten mit allem drum und dran fix und fertig für zu Hause zum Mitnehmen. AUf der Homepage gibts ein Bestellformular, von daher ganz einfach und ohne Stress!
Und wie sieht es aus mit der Tierhaltung. Nur 15 % der Gänse kommen aus dem Inland. Der Rest vor allem aus Polen und Ungarn. Dort aus Massentierhaltung und Zwangsernährung. Zum Gourmet gehört auch eine ethisch und ökologisch korrekte Ernährung!
Natürlich gibt es noch genug frische Weihnachtsgänse ! Jedesjahr wird kurz vor dem Weihnachtsessen eine "Panik" verbreitet, und mancher kauft dann gefrorene im Supermarkt.
Das muss nicht sein ! Vor den Toren Berlins, am Seddiner See ist der Sitz des Dithmarschen Geflügellieferanten. Das Geflügel wird ausschließlich in der Haltungsform der "Bäuerlichen Freilandhaltung" aufgezogen. Der Trockenrupf ist das besondere Qualitätsmerkmal der Dithmarscher Gänse. Entgegen dem industriellen Nassrupf, werden die Gänse nicht in heißem Wasser gebrüht.
Und es sind noch genug vorhanden - zu bestellen unter www.havelland-home.de
Stimmt, die Gans ist der "Weihnachtsbraten" des Jahres 2009, wir (www.genusshandwerker.de) haben heute noch ganze 15 Oldenburger Weidemastgänse zu verkaufen. Dann erst wieder im nächsten Jahr.

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