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Kaffee verkosten: Bester Amateur aus Österreich

Niko
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02. Juli 2009

Weltmeisterschaft im Kaffeeverkosten: Siegerin aus Russland, bester Amateur kommt aus Österreich

Der erst kürzlich gekürte österreichische Staatsmeister im Kaffeverkosten, Clemens Appl, konnte bei der Weltmeisterschaft in Köln als bester Amateur unter 35 Vollprofis den 27. Platz belegen. Clemens Appl, der diesen Titel bei der 3. Österreichischen Staatsmeisterschaft im Kaffeeverkosten erringen konnte, schlug sich wacker bei der vom 25. bis 28. Juni abgehaltenen Weltmeisterschaft in Köln.

Professionelle Kaffeeverkoster aus 35 Ländern nahmen bei dieser Weltmeisterschaft teil. Sieger wurde Valentina Kazachkova aus Russland. Veranstaltet wurde die WM vom SCAE, dem europäischen Spezialitätenkaffeeverband.

Clemens Appl konnte damit zwar seinen sensationellen Erfolg von Wien mit acht von acht möglichen Punkten nicht wiederholen, jedoch als einziger Amateur in die Liga der weltweit 30 besten Kaffeeverkostungsprofis vorstoßen. Er ist in seinem Brotberuf Wissenschaftlicher Mitarbeiter der WU Wien.

SCAE-Chefjuror Alf Kramer hatte ihm nach seiner großartigen Vorstellung in Wien, "wenn er einen guten Tag hat", durchaus Chancen auf einen WM-Spitzenplatz gegeben. Clemens Appl meinte nach der WM in Köln: "Nachdem im Vorjahr die Geschwindigkeit beim Finaleinzug entscheidend war, bin ich etwas zu rasch an die Verkostung der acht 3er-Sets herangegangen. Die Unterschiede waren diesmal jedoch derartig fein, dass selbst die spätere Erstplatzierte die Obergrenze von acht Minuten fast aufbrauchte."

Beim Wettbewerb selbst geht es nicht wie bei Weinverkostungen um das Erkennen bestimmter Sorten. Vielmehr müssen die Wettbewerber aus jeweils acht Dreier-Sets von Kaffee jenen identifizieren, der von den beiden anderen abweicht.

Und das funktioniert so: Für jeden Teilnehmer wird eine Serie von acht Triangular-Sets aufgebaut. Jedes Triangular besteht aus drei Bechern, von denen jeweils zwei identischen Kaffee enthalten. Der Verkoster muss nun jenen Kaffee identifizieren, der von den beiden anderen abweicht.

So wird etwa Kaffee derselben Sorte, jedoch aus unterschiedlichen Anbaugebieten, verkostet - was natürlich entsprechend schwer zu unterscheiden ist. In Summe hat der Teilnehmer für alle acht Sets nur acht Minuten Zeit. Verkostet wird übrigens nicht aus dem Becher direkt, sondern des besseren Geschmacks wegen mit einem speziell geformten Verkostungslöffel. (ots)

 

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