Wenn Barack und Michelle Obama bei ihrer Moskau-Visite heute abend zu Bett gehen, bekommen sie einen unvergesslichen Blick auf den Kreml, den Roten Platz und die Basilius-Kathedrale geboten.
Für den US-Präsidenten und seine Ehefrau steht im Ritz-Carlton an der noblen Twerskaja-Straße von diesem Montag bis Mittwoch früh eine Luxussuite mit 237 Quadratmetern zur Verfügung - inklusive gepanzerten Fenstern und Türen. Normale Gäste müssen für die im russisch-imperialen Stil eingerichtete Präsidenten-Suite pro Nacht 12.000 Euro zahlen.
Obwohl der US-Präsident traditionell nur in einem Luxushotel eines amerikanischen Konzerns absteigt, begibt sich Obama im Moskauer Ritz-Carlton in die Obhut deutscher Gastlichkeit: Generaldirektor ist der gebürtige Bielefelder Oliver Eller (zuvor Ritz-Carlton Wolfsburg). Der Drei-Sterne-Koch Heinz Winkler (Residenz Aschau) berät das Restaurant Jeroboam im Wintergarten - das Top-Restaurant Moskaus.
Moskaus teuerstes Hotel eröffnete vor zwei Jahren in allerbester Lage, mit nach eigenen Angaben «kiloweise Blattgold» an Kronleuchtern und Säulen. Für das elfgeschossige Gebäude musste der aus Sowjetzeiten stammende Hotelklotz Intourist weichen.
Obamas Vorgänger George W. Bush und Bill Clinton übernachteten ebenfalls an der Twerskaja-Straße, allerdings mit deutlich schlechterer Aussicht im weiter vom Kreml entfernten Marriott Grand Hotel. dpa
Moskaus schillernde Hotel- und Restaurant-Szene (Artikel aus dem Gault Millau Magazin)

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