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Aldi und der VDP

Niko
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19. Juli 2009

Immer mehr deutsche Spitzenwinzer, unter ihnen viele VDP-Mitgliedsbetriebe, bieten ihre Weine bei Aldi an, wie aktuell das Weingut Blankenhorn. Der VDP reagiert mit einer Anhebung seiner Preispolitik

Roy Blankenhorn

Nach Fritz Keller, Raimund Prüm (VDP) und Hans Lang (VDP) ist Roy Blankenhorn schon der vierte Spitzenwinzer Deutschlands, dessen Weine bei Aldi im Regal stehen. Dabei ist Blankenhorn das erste Mitglied des exklusiven Verbandes Deutscher Prädikatsweingüter (VDP), das einen Rotwein bei ALDI SÜD anbietet.

Winzerin Roy Blankenhorn ist sich der kommenden Diskussion bewusst, sie betont, das sie sich gefreut habe, als die Anfrage gekommen sei und versichert, dass die Weine, die an ALDI SÜD geliefert werden, aus den gleichen Fässern stammten wie die Lieferung an jeden anderen Kunden.

Über die Auswahlkriterien von ALDI SÜD sagt sie: "Ich habe persönlich die unglaublich strengen Auswahlkriterien kennen gelernt. Wie beim VDP auch, empfinde ich es als große Ehre für mein Produkt, diese Anforderungen zu erfüllen."

Und das Image? "Weder VDP noch Aldi haben ein einziges, allgemein gültiges Image. Unterschiedliche Käufergruppen haben unterschiedliche Ansichten bzw. Wahrnehmungen", sagt Roy Blankenhorn dazu, "wir sollten hier die Scheuklappen ablegen. Diese Kooperation bietet uns die beste Gelegenheit, miteinander und voneinander zu profitieren. Eine echte win-win-Situation, diese Chance sollten wir nutzen."

Der 2007 Spätburgunder Baden QbA von Blankenhorn bringt übrigens Aromen von schwarzen Kirschen und dunklen Beeren mit feiner, rauchiger Würze und ist ein angenehm milder Speisenbegleiter zu einem soliden Preis-Leistungs-Verhältnis (6,99 Euro).

Niko meint: Es ist immer ein Spagat, Elite und Discount zusammenzubringen. Aber warum nicht! Zwar hat der VDP auf seiner letzten Versammlung auf solche Marktversuche reagiert und die Preisuntergrenze für die Verwendung des VDP Adlers mit dem Jahrgang 2010 auf 7,50 Euro angehoben.

Roy Blankenhorn dürfte also bei späteren Aktionen das VDP Emblem nicht mehr auf der Aldi-Flasche führen oder müsste den Preis des Weines auf 7,50 Euro anheben. Mit der Maßnahme möchte der VDP verhindern, dass sich die Preisspirale für Weine mit dem Gütesiegel VDP-Adler im Handel nach unten dreht.

Auf der anderen Seite sind natürlich 6,99 Euro für einen Aldi-Wein im Verhältnis sehr hoch. Aldi verkauft zu regulären Blankenhorn-Preisen. Das ist ein sehr guter Ansatz, so können über die Qualität neue Käuferschichten erschlossen werden. Mehr davon!

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