Die Oechsle-Grade geben Auskunft über die Inhaltsstoffe des Weimmostes und damit über seine Qualität. Sie beziffern das sogenannte Mostgewicht, das vor allem vom Zucker im Most bestimmt wird. Den bilden die Beeren beim Reifen; später ist der Zucker beim Gären für den künftigen Alkoholgehalt des Weines von entscheidender Bedeutung. Aber auch andere Inhaltsstoffe wie Säuren und Mineralien tragen zum Mostgewicht bei.
Der Name geht auf den Goldschmied Ferdinand Oechsle (1774-1852) zurück. Er gilt als Erfinder der Mostwaage, mit der die Dichte des Mostes bestimmt werden kann, obwohl eine solche Waage bereits von dem 1790 gestorbenen Erfinder Philipp Mathäus Hahn entwickelt worden war. Oechsle erwarb sich vor allem große Verdienste um die Verbreitung und Fortentwicklung des Messinstrumentes. Inzwischen werden Oechslegrade meist mit einem Refraktometer gemessen, das die Dichte einer Flüssigkeit anhand der Brechung des Lichts bestimmen kann. dpa
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