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Pilze sammeln

Karin
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10. August 2010

Verbraucher Initiative Berlin rät: Pilze nur fernab von Straßen und Industriebrachen sammeln

ilzsammler pflücken am besten nur fernab von gedüngten Flächen, Straßenrändern und Industriebrachen. Denn dort ist der Verbraucher Initiative in Berlin zufolge die Belastung mit Schwermetallen oder anderen Umweltschadstoffen oft besonders hoch. Da Pilze diese speichern, enthalten sie oftmals ein Mehrfaches der Konzentration an Kadmium, Blei oder Quecksilber als der Boden, auf dem sie stehen. Wer ganz sicher gehen will, greift auf Zuchtpilze zurück.    

Besonders belastet sind oft wildwachsende Morcheln, Hallimasch, Röhrling, Parasol, Birkenpilz und Wiesenchampignon. Je nach Pilzteil ist die Konzentration der Schadstoffe aber unterschiedlich stark: In der Lamellenschicht und in der Huthaut sei sie besonders hoch, erläutert die Initiative.

Die Weltgesundheitsorganisation empfehle wegen der Gesundheitsschädlichkeit von Schwermetallen, dass Kleinkinder, Schwangere und Stillende auf Waldpilze verzichten. Alle anderen Erwachsenen sollten nicht mehr als 250 Gramm Waldpilze pro Woche verzehren.    

Beim Pilzsammeln ist es wichtig, sicher die tödlich giftigen Arten erkennen zu können, betont die Initiative. Allgemeingültige Regel zum Erkennen von Giftpilzen gebe es nicht - viele Giftpilze sehen genießbaren Speisepilzen zum Verwechseln ähnlich. Die Folgen eines Fehlgriffs können dramatisch sein. Daher gilt im Zweifel lieber: stehenlassen.

Wilde Pilze im Ausland lieber stehen lassen

Das sei in fremden Ländern umso wichtiger, erläutert die Verbraucher Initiative in Berlin. Denn mit den klimatischen Bedingungen ändere sich auch die Pilzwelt. Pilze, die hierzulande zu finden sind, sehen in anderen Regionen deshalb möglicherweise anders aus. Das gelte sowohl für essbare wie für giftige Pilze, warnen die Experten. Wer sich unsicher ist, lässt den Pilz daher grundsätzlich besser stehen. dpa

 

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