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 Beate-Wimmer

Riesling Jacobus 2009 vom Weingut Kühn

Beate-Wimmer
 unter 
Kommentare 2
19. August 2010

Riesling Jacobus vom Weingut Peter Jakob Kühn aus dem Rheingau

Im Glas ein honiggelber Wein mit klarer Oberfläche und guter Viskosität. In der Nase habe ich primär Noten von Heu und Wiese, die sich nach kurzer Zeit prächtig entwickeln und Erinnerungen an die freie Natur zwischen den Rebzeilen frei werden läßt.

Betörende florale Noten setzen dieses wunderbare Geruchserlebnis fort. Die typischen Rieslingaromen setzen sich letztlich begleitet von einer ausgeprägten Mineralität durch.

Spätestens jetzt weiß ich, dass dieser Wein aus dem Rheingau kommt und spontanvergoren ist! Ein ausgeprägtes Frucht-/Säurespiel erfreut meinen Gaumen.

Es präsentiert sich ein mineralischer, typischer Riesling der Extraklasse - wobei ich "nur" einen QbA im Glas habe. Die Frucht ist zurückhaltend und noch lange nicht geöffnet. Ich möchte diesem Wein noch mindestens 1 Jahr Ruhe gönnen.

Aufgrund meiner langen Bahnfahrt von München nach Hannover ruht der Wein gute 2 Stunden in meinem Glas. Er entwickelt sich prächtig, wodurch ich ihm eine lange Lagerungsfähigkeit bescheinige. 8 Jahre und sicher mehr.

Was möchte ich dazu essen? Ein perfekter Begleiter für Krusten- und Schalentiere. Bitte schön puristisch zubereitet, dazu knackige Salate mit Blüten an einer Curryschaum-Vinaigrette.

Wenn Sie diesen Wein gleich trinken wollen, dann bitte möglichst 2 Stunden vorher dekantieren, nicht nur die Flasche öffnen.

Mein Fazit: Dieser Wein überrascht mich in Gänze: Durch seine Farbintensität, obschon er ein 2009er ist! Durch seinen niedrigen Alkoholgehalt - 2009 war ein mostreicher Jahrgang.

Die für einen jungen Wein untypische reife Note: Hier durfte der Wein sein wie er ist - glückliche Natur!

Riesling trocken QbA - Gutsabfüllung, Weingut Peter Jakob Kühn, Rheingau, 11.5% Vol., BIO-zertifiziert

Ihre

Beate Wimmer

 
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Beate E. Wimmer

Sonntag, 05-09-10 14:54

Mostgewicht resultiert in erster Linie aus dem Zuckergehalt. Zucker wird zum Alkohol vergoren. Es kommt nicht auf die Menge der Trauben an, sondern auf den Zuckergehalt in der Traube. Das heißt in Jahren, in denen die Traube viel Mostgewicht sammeln kann, kann auch viel Zucker zum Alkohol vergoren werden. Das ist nicht immer vom Winzer erwünscht und hat vielen in 2009 Probleme beim Ausbau von trockenen Weinen gemacht!

 

Marie Peters

Mittwoch, 01-09-10 13:30

"Durch seinen niedrigen Alkoholgehalt - 2009 war ein mostreicher Jahrgang."

Was hat den bitteschön die "Mostreiche" eines Jahrgangs mit dem Alkoholgehalt zu tun??
So als ob viel Ernte = viel Alkohol bedeuten würde.

Die Beiträge dieser Seite waren früher mal fundierter...

 
 

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