In Schweden geboren, in Frankreich und den USA studiert, hat Mehmet Gürs in den letzten zehn Jahren die Gastro-Szene im Alleingang revolutioniert. Die Mitwirkenden: Seine Lokale wie das Nu Teras, Lokanta und das Mikla, ein Restaurant am Dach des Marmara Pera Hotels.
Insider Rober Kropf sprach mit Mehmet Gürs
Du hast lange Zeit in New York gelebt. Wie ähneln sich Istanbul und der Big Apple?
Sie haben vieles gemeinsam: Die Nummer der Telefonvorwahl. Beide Städte sind laut, verrückt, groß. In beiden Städte geht es 24 Stunden lang, 365 Tage im Jahr, rund. Der einzige Unterschied. Istanbul hat zusätzlich eine tausende Jahre alte Kultur. Das Lokal, in dem wir jetzt stehen, ist zum Beispiel älter als New York. Das macht den Reiz aus.
Warum haben dann so viele ein so falsches Bild von Istanbul?
Weil viele glauben oft, dass alle Türken große Bärte haben, Kebab essen und Köfte im Park grillen. Das ist natürlich völliger Unsinn. Istanbul ist genau so modern und chic wie Berlin, München oder Wien - auf seine Art eben.
Was fehlt dir in Istanbul?
Das eine ist die Natur. Das andere ein funktionierendes Verkehrssystem. Autofahren in Istanbul ist Wahnsinn.
Was isst man in deinen Lokalen?
Mediterran-skandinavische Gerichte. Und türkische Klassiker, modern zubereitet - wie Imam Bayildi, tscherkessisches Huhn und Börke. www.istanbulyi.com
Mehmet Gürs persönliche Tipps:
Tom Tom Suites. Versteckt in der Istiklal Caddesi, Istanbuls Fußgängerzone in Beyoglu. Kleines, privat geführtes Suitehotel. Günstig und gut. www.tomtomsuites.com Otto. Eine Mixtur aus Pizzeria, Bar und DJ-Treff. Kosten sollte man den Votka gelincik: Wodka mit hausgemachten Sirup der Mohnblume.
Seyhbender Sokak 15, Asmalimescit, Tel. +90 212 292 7015
Ihr
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