Geprüft wird auch, ob nach dem Vorbild Dänemarks eine Bewertung mit Smiley-Piktogrammen kommt. Darauf verständigten sich die Verbraucherminister bei ihrer Konferenz am Freitag in Potsdam.
Ziel sei ein bundesweit verbindliches Modell, kündigte Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) nach Abschluss der Tagung an. Dafür sollen nun so schnell wie möglich Bewertungsmaßstäbe erarbeitet werden. «Das Ergebnis ist einstimmig ausgefallen», sagte Aigner. Dies sei ein Durchbruch.
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Der Verbraucher müsse auf ein transparentes und länderübergreifendes System vertrauen können. Unterschiedliche Bewertungskriterien in den Ländern seien ihm nicht zuzumuten. «Deshalb brauchen wir eine einheitliche Lösung», sagte Aigner. «Das Kann ein Smiley sein oder fünf Kochlöffel.» Die Details müssten geklärt werden.
Besonders Baden-Württembergs Verbraucherminister Rudolf Köberle (CDU) blieb bei seiner Skepsis gegenüber dem Smiley. Es seien auch viele juristische Fragen zu klären. Eine Arbeitsgruppe soll bis Jahresende Ergebnisse vorlegen. Auf dieser Basis will Bundesministerin Aigner dann tätig werden. Kontrollen und System müssten für die Länder praktikabel und umsetzbar sein, betonte sie.
Smiley und Ekelliste in Berlin-Pankow
Wer in Berlin-Pankow essen geht, kann sich schon jetzt am «Smiley» für saubere Restaurants und Imbisse orientieren. Der Bezirk mit 370 000 Einwohnern hat das System nach dänischem Vorbild vor eineinhalb Jahren eingeführt und ist damit Vorreiter in Deutschland.
Die schwarzen Schafe unter den Gaststätten werden regelmäßig im Internet genannt, derzeit sind es 19 Stück. Fotos auf der «Ekelliste» zeigen dreckige Kühlschränke, schimmelige Lebensmittel und Mäusekot in der Küche. Daneben gibt es eine Positivliste mit den Adressen sauberer Betriebe, die den «Smiley» erhalten haben.
Aktuell sind das 35 Restaurants oder Imbisse. Sie dürfen sich das lächelnde Gesicht an die Tür kleben, Slogan: «Alles sauber. Also rein!» Der Berliner Senat will das System im nächsten Jahr in der ganzen Stadt einführen. dpa
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