Auf diese Meldung haben wir lange warten müssen. Nachdem erst die Kalifornier das Bordelais besiegten, später dann auch Grüner Veltliner das Burgund und kürzlich deutsche Spätburgunder die Franzosen, steht jetzt fest: Die Konkurrenz aus China schläft auch beim Wein nicht.
Bei einer Blind-Degustation in Peking hielten sowohl französische als auch chinesische Weinkenner den Rebensaft aus dem Reich der Mitte für besser. Unter dem Motto "Bordeaux gegen Ningxia" waren zehn Önologen aus beiden Ländern angetreten, um Weine aus China und Frankreich zu testen.
Das beste Urteil gab die Jury über einen Wein der Sorte Cabernet Sauvignon aus Ningxia von Grace Vineyard Chairman's, gefolgt von einem Silver Heights The Summit aus derselben Region. Nach zwei weiteren Weinen aus Ningxia kam erst an fünfter Stelle ein französischer Lafite Saga aus der Region Médoc.
"Die Chinesen kommen sehr, sehr gut zurecht", räumte die französische Önologin und Bordeaux-Spezialistin Nathalie Sibille nach der Weinprobe ein. Die Region Ningxia in Nordchina habe "ein enormes Potenzial". "Die Leute sollten ihre Meinung über chinesischen Wein ändern", sagte Fiona Sun, Redakteurin der Zeitschrift "Revue du vin" und ebenfalls Jury-Mitglied.
Im September hatte ein Ningxia-Wein für eine Überraschung gesorgt, als er bei den Decanter World Wine Awards in London einen der wichtigsten Preise gewann. AFP
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