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18. Oktober 2007

2007er Weine sollen Spitze sein

Zum Abschluss der diesjährigen Weinlese zeigen sich die Winzer in den 13 deutschen Weinbaugebieten rundum zufrieden ...

 „In diesem Jahr hat alles gepasst, wir haben einen Jahrgang nach Maß im Keller“, freut sich der Präsident des Deutschen Weinbauverbandes, Norbert Weber und ergänzt: „Nicht nur die Qualitäten sind in diesem Jahr überdurchschnittlich. Auch die eingebrachten Weinmengen sind mit voraussichtlich 10,5 – 11 Mio. Hektolitern sehr erfreulich, sodass wir die gestiegene Nachfrage nach deutschen Weinen im In- und Ausland besser bedienen können als im letzten Jahr.“

 Nach dem jetzigen Stand liegt die diesjährige Weinmosternte 8% über dem langjährigen Mittel und deutlich über den Erträgen der beiden Vorjahre von nur 9,1 Mio. Hektolitern.

Die Winzer hatten 2007 die entspannteste Lese seit langem, denn die Witterung und der gute Gesundheitszustand der Trauben ließen es zu, je nach Rebsorte den idealen Reife- und Lesezeitpunkt abzuwarten. Außerdem hatten die Trauben eine der längsten Reifephasen aller Zeiten, denn durch die extrem frühe Blüte setzte die Traubenentwicklung bereits Ende Mai ein. Entsprechend intensiv sind die sortentypischen Aromen in den Trauben ausgeprägt, was insbesondere den spät reifenden Sorten Riesling und Spätburgunder zugute kommt.

Im Rotweinbereich führte die lange Reifezeit zu qualitativ sehr hochwertigem Lesegut mit ausgereiften Tanninen, das gehaltvolle und samtige Rotweine verspricht. Die gleichzeitig gute Wasserversorgung hat viele Mineralstoffe im Boden gelöst, die von den Reben aufgenommen werden konnten. Dadurch sind sehr extraktreiche Weine zu erwarten, die zudem das Terroir, also den Einfluss der Lage, sehr gut zum Ausdruck bringen.

„Wir erwarten von dem 2007er Jahrgang hervorragende Weine in allen Qualitätsbereichen, vom unkomplizierten Alltagswein bis hin zu langlebigen Spitzenweinen, mit einer feinen Balance von Reife und Fruchtsäure“, erläuterte Norbert Weber und prognostizierte: „Diese Weine werden national und international große Beachtung finden.“

Die ersten Weine des neuen Jahrgangs sind bereits auf dem Markt. Ungewöhnlich früh wurde am 24. September in der Pfalz der erste Müller-Thurgau qualitätsgeprüft. Von Seiten des Weinhandels ist derzeit eine gute Nachfrage insbesondere nach Riesling und anderen Weißweinen festzustellen, die problemlos befriedigt werden kann.

Norbert Weber rechnet für die Weine des aktuellen Jahrgangs mit weitgehend stabilen Preisen: „Aufgrund relativ stark gestiegener Nebenkosten in der Produktion sind leichte Preisanpassungen jedoch notwendig.“ (DWI)