Beer & Brau
27. Mai 2010

Alkoholfreies Weizen in Stiftung Warentest

Stiftung Warentest: Alkoholfreies Weizen kein optimales Sportgetränk. Und: Bierfässer mit Zapfsystem so gut wie Zapfanlage

Alkoholfreies Weizenbier eignet sich entgegen vieler Werbebotschaften nur bedingt als isotonisches Sportgetränk. Für Ausdauersportler enthielten alle 20 Biere im Test zu wenig Natrium und zu viel Kalium, berichtet die Zweitschrift «test» der Stiftung Warentest (Ausgabe 6/2010). Die Behauptung von zehn Herstellern, das Bier sei isotonisch, stimmte aber bei allen außer einem: Im Hefeweizen von «Will-Bräu» war die Konzentration gelöster Teilchen zu niedrig.

Insgesamt wurden zwölf Biere als «gut» und fünf Biere als «befriedigend» bewertet. Eine glatte 2,0 und damit die beste Note erhielt das alkoholfreie Weizen von «Schneider Weisse». Zwei Biere schnitten dagegen «mangelhaft» ab: «Graf Arco Weiße Alkoholfrei» und «Schönbuch Hefeweizen Alkoholfrei» enthielten lebende Milchsäurebakterien, die das Bier verderben können. Außerdem missfiel den Testern ihr «muffiger Geruch und Geschmack».  

Genauso wie ihre alkoholhaltigen Vettern aus der gleichen Brauerei schmecken aber auch die guten alkoholfreien Weizenbiere nicht. Durch das Entalkoholisieren oder den Gärungsstopp sei das Aroma weniger stark ausgeprägt, erklären die Produkttester. dpa

Bierfässer mit Zapfsystem so gut wie Zapfanlage

Es muss nicht gleich die teure Zapfanlage sein: Bierfässer mit einem eingebauten Zapfsystem sind eine gute Alternative. «Sie sind nicht nur deutlich günstiger, sondern auch einfacher zu reinigen», lautet ein Urteil von Stiftung Warentest in Berlin. Ein Nachteil der integrierten Zapfsysteme sei, dass es nur wenige Anbieter in Deutschland gebe, heißt es in der Zeitschrift «test» (Ausgabe 06/2010). Bei den Zapfanlagen schnitten fünf von neun mit dem Testergebnis «gut» ab - das günstigste Modell kostet 89 Euro.