18. September 2010

Bars und Restaurants in London zur Fashion Week 2010

copyright: matter bar

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Die Tipps der Insiderei zur London Fashion Week 2010

Im großen Königreich sind sie bekannt dafür, schöne Namen zu erfinden. Die Briten sagen zu einer neuen Bar nicht neue Bar, sondern sie nennen es "a new watering hole" - irgendwas scheint da hängengeblieben zu sein bei den ehemaligen Kolonialherrschern und ihren Pfründen fern von der britischen, kalten Insel.

Egal, Die Coquine Bar in der Old Brompton Street ist so ein Wasserloch - also neu und so gut ausgestattet, dass die trendy people dort hinlaufen, als gebe es in London sonst nirgendwo ein Schlückchen Alkohol.

Nomen est omen gilt für die neue Bar. couquine ist französisch und bedeutet so viel wie boshaft, schadenfroh und spitzbübisch. Französisch durch und durch ist die ganze Bar: Champagner steht auf der Karte, Gänseleber und Steak Tartare liegt am Teller. Die Bar ist behaglich, gemütlich, mit vielen langen Samtvorhangen, sehr dunkel, wenig Licht, viel Erotik. Besonders schön sind die vielen Vintage-Kristall-Leuchter, die Designer Lee Broom der zweistöckigen Bar verpasst hat - und die er aus Antiquitätenläden und Flohmärkten aus ganz Europa gesammelt hat.

Neue Bars, die man in London gerade sehen sollte:

Vendome Mayfair. Clubguru Freddi Frampton und Designer Paul Daly waren wieder am Werk. Das Motto: "Forget minimalsitic design, bring back the dancefloor". Das Ergebnis: Der Club Vendome Mayfair - da treffen die 70er Jahre auf die Zukunft.

Matter. Skybridge heißt das Ding - eine über die ganze Tanzfläche gespanntes Stahlband macht diesen Club so interessant. Abgesehen von den 3 Stockwerken, auf denen 2600 Gäste Platz finden. (The O2 Peninsula Square)

Coquine Bar. 160 Old Brompton Road, London SW5 0BA

Weitere Tipps der Insiderei zu London:

Tipps von Billy Mavropoulos - der junge Architekt arbeitet an Projekten für Selfridges, Tate Modern, Tate Britain, New London Architecture, Designer Kit Grover und das Royal College of Art. Billys Hangouts:

Was gibt es neues in London? Das Bistrot Bruno im Zetter Hotel, St Johns Square 86-88, Clerkenwell Road und das Restaurant Viajante von Koch Nuno Mendes in Bethnal Green, Patriot Square.

Das Viertel schlechthin? Dalston im Zentrum Londons. Die bekannteste Straße ist die Kingsland High Street.

Der beste Designer der Stadt? Gareth Pugh. Sehr coole Mode, die sogar Anna Wintour mag. Zu haben bei Browns Focus in der South Molton Street und bei The Shop at Bluebird in der Kings Road.

Am coolsten zum Shoppen? Nach wie vor der Dover Street Market in der Dover Street.

Ihr Lieblingsrestaurant in London? Die japanische Shochu Lounge im Restaurant Roka in der 37 Charlotte Street. Das allerbeste ist aber in Shanghai - das Shintori, in der 803 Julu Road - beeindruckende Räumlichkeit und wundervolles Essen!

Die coolste Bar in London? Gleich zwei: einmal die Bohemia Lounge in Shoreditch (1E Great Eastern Street) und die Connaught Bar im Hotel The Connaught am Carlos Place in Mayfair.

Wo chillen Sie am liebsten? Auf der Dachterrasse des Members Clubhotel Shoreditch House in der Ebor Street. Da gibt es auch einen beheizten Swimming Pool.

Food for the soul? Bekommt man in der Galerie Haunch of Venison. (6 Burlington Gardens).

Das beste, das einem in London passieren kann? Open Air Kino und Seafood Barbecue beim Wapping Project, ein Raum für Ausstellung visueller Kunst und Darbietungen bei der Wapping Hydraulic Power Station.

Ein Tipp für einen Freund, der ein Freund bleiben soll? An einem sonnigen Tag: Pancakes bei The Barbican in der Silk Street, dann ein Spaziergang zur Tate Modern mit einem kurzen Zwischentopp im Postmans Park. Der Park liegt zwischen der King Edward Street, Little Britain und der Angel Street.

Die Fashion Week in New York

Euer

Robert Kropf