BERLIN
11. Dezember 2014

Berlinale Kamera 2015 Verleihung an Waters und Petrini

Copyright Fotos: Alice Waters: © Amanda Marsalis / Carlo Petrini: Ali Ghandtschi © Berlinale

Ehrung für Alice Waters und Carlo Petrini im Rahmen des Kulinarischen Kinos

Bei den 65. Internationalen Filmfestspielen Berlin werden im Rahmen der Eröffnung des Kulinarischen Kinos am 8. Februar 2015 die Food-Aktivisten und Slow-Food-Begründer Alice Waters und Carlo Petrini mit der Berlinale Kamera geehrt.

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Im Jahr 2006 inaugurierte die Berlinale das Thema Food & Film als erstes A-Festival der Welt. Zum Thema Geschmack diskutierten 2006 im Rahmen des Workshops "Hunger, Food & Taste" beim Berlinale Talent Campus #4 Alice Waters und Carlo Petrini (u.a.) zum ersten Mal mit jungen als auch etablierten Filmemachern die Beziehungen zwischen dem bewegten Bild und dem Essen als ältestem Kulturgut der Menschheit.

"Alice Waters und Carlo Petrini gaben 2006 nicht nur der Berlinale einen neuen Impuls, aus dem 2007 das Kulinarische Kino entstand, sondern inspirierten damit auch in vielen anderen Ländern Food & Film'-Events. Für ihr passioniertes Engagement möchten wir sie mit einer Berlinale-Kamera ehren", sagt Berlinale-Direktor Dieter Kosslick.

Die Verleihung der Berlinale Kamera an Alice Waters und Carlo Petrini findet im Rahmen der Eröffnung des Kulinarischen Kinos am Sonntag, 8. Februar 2015 statt. Die Veranstaltung beginnt um 19:30 Uhr im Kino des Martin-Gropius-Bau mit einer Filmvorführung und wird im Spiegelzeltrestaurant "Gropius Mirror" mit einem Dinner und der Ehrung fortgesetzt. Berlinale-Direktor Dieter Kosslick wird die Laudatio halten.

Alice Waters, Autorin, Köchin und "Food-Revolutionärin" (New York Times), hat als passionierte Filmfreundin ihr legendäres Restaurant "Chez Panisse" in Berkeley nach Honoré Panisse, einem Charakter aus Marcel Pagnols "Trilogie Marseillaise", benannt. Alice Waters hat zahlreiche Kochbücher veröffentlicht, darunter ihren Klassiker "The Art of Simple Food", der 2013 ins Deutsche übersetzt wurde.

Carlo Petrini ist der Gründer der Slow-Food-Bewegung, die Mitte der 1980er Jahre in Norditalien entstand. Sie protestiert seitdem gegen die fortschreitende Industrialisierung der Landwirtschaft und der Verdrängung kleiner Gasthöfe durch Fast-Food-Restaurants. Carlo Petrini hat zahlreiche Bücher veröffentlicht, u.a. "Terra Madre - Für ein nachhaltiges Gleichgewicht zwischen Mensch und Mutter Erde", für dessen deutsche Ausgabe Dieter Kosslick ein Vorwort verfasst hat.