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09. Mai 2017

Beste Sommeliers Europas und Afrikas Sommelier-Meisterschaft gestartet

Beste Sommeliers Europas und Afrikas | Sommelier-Meisterschaft gestartet. Foto © Erich Reismann

Mit dem feierlichen Einzug der nationalen Delegationen und einem Galadinner ist die Meisterschaft um die besten Sommeliers aus Europa und Afrika am Montag gestartet - heute wird im großen Finale der beste Sommelier Europas bekanntgegeben.

update Finale: Die Sieger

Ein wahrlich einmaliges Schauspiel war im Schlosspark Schönbrunn zu erleben. Angeführt von der Stadtkapelle Retz zogen die Wettbewerbskandidaten in Begleitung von Vertretern der Botschaften sowie jeweils zwei österreichischen Winzern und einer Delegation aus weiteren hochrangigen Sommeliers von Hietzing in die Orangerie Schönbrunn ein.

Ein wahrlich seltenes Schauspiel war im Schlosspark Schönbrunn zu erleben. 37 bunte Flaggen säumten den Festzug der 34 europäischen und drei afrikanischen Top-Sommeliers. Foto © Erich Reismann

Ein wahrlich seltenes Schauspiel war im Schlosspark Schönbrunn zu erleben. 37 bunte Flaggen säumten den Festzug der 34 europäischen und drei afrikanischen Top-Sommeliers. Foto © Erich Reismann

Dort erwartete die Gäste ein glanzvolles Galadinner, bei welchem die Österreich Wein Marketing die Rolle des Gastgebers innehatte. Als Ehrengast konnte Bundesminister Andrä Rupprechter begrüßt werden. Dieser hob in seiner Festrede die Bedeutung der Sommeliers für die Weinwirtschaft hervor und würdigte die Leistung von Annemarie Foidl, welche als Präsidentin der Sommelier Union Austria diesen Wettbewerb nach Österreich holen konnte. Maßgeblicher Erfolgsfaktor der Veranstaltung ist letztendlich die gute Zusammenarbeit der Österreich Wein Marketing mit der Sommelier Union Austria.

Maßgeblicher Erfolgsfaktor für die Veranstaltung des Wettbewerbs „Bester Sommelier Europas und Afrikas“ ist die gute Zusammenarbeit der Österreich Wein Marketing mit der Sommelier Union Austria. (v.l.n.r.) Annemarie Foidl, Präsidentin der Sommelier Union Austria, Willi Klinger, GF der Österrreich Wein Marketing. Foto © Erich Reismann

Bundesminister Andrä Rupprechter würdigte in seiner Festrede die Leistung von Annemarie Foidl, welche als Präsidentin der Sommelier Union Austria diesen Wettbewerb nach Österreich holen konnte. Foto © Erich Reismann

Was erwartet die Wettkämpfer?

Es gilt für die Wettbewerbskandidaten die erste von drei Hürden zu nehmen. Verteilt auf einzelne Tische heißt es für sie, zahlreiche Getränke zu erkennen und detailliert zu analysieren. Diese können von Wein über Spirituosen, Bier und Sake bis hin zu alkoholfreien Getränken reichen. Meist kommen dafür schwarz gefärbte Gläser zum Einsatz, wodurch ein zentraler Hinweis auf den Inhalt fehlt und alleine das Können von Nase und Gaumen über Sieg oder Niederlage entscheidet.

Bundesminister Andrä Rupprechter würdigte in seiner Festrede die Leistung von Annemarie Foidl, welche als Präsidentin der Sommelier Union Austria diesen Wettbewerb nach Österreich holen konnte. Foto © Erich Reismann

Maßgeblicher Erfolgsfaktor für die Veranstaltung des Wettbewerbs „Bester Sommelier Europas und Afrikas“ ist die gute Zusammenarbeit der Österreich Wein Marketing mit der Sommelier Union Austria. (v.l.n.r.) Annemarie Foidl, Präsidentin der Sommelier Union Austria, Willi Klinger, GF der Österrreich Wein Marketing. Foto © Erich Reismann

Auch ein umfassender schriftlicher Test ist zu bestehen, welcher Detailwissen über Wein genauso umfasst wie die Welt des Käses oder etwa Fachliches über Tee, Kaffee, Spirituosen, Bier ? und Zigarren. Komplettiert wird dieser erste harte Tag der Meisterschaft durch praktische Aufgaben aus dem Restaurantbereich. Am Abend werden schließlich die Namen der zwölf Semifinalisten verlautbart.

Am Start für Österreich

Für Österreich geht der Tiroler Diplom Sommelier Suvad Zlatic an den Start. Er qualifizierte sich dafür im Herbst 2014 im Rahmen eines öffentlich ausgetragenen Wettbewerbs gegen knapp 20 Mitbewerber und trägt den Titel "Bester Sommelier Österreichs". Zlatic hat seither zum Training an zahlreichen europäischen Wettbewerben teilgenommen und widmet sich täglich mehrere Stunden der Vorbereitung. Dabei zählen Praxis und Theorie genauso dazu wie mentales Training und akkurates Zeitmanagement.

Für Österreich geht der Tiroler Suvad Zlatic an den Start. Er qualifizierte sich dafür im Herbst 2014 im Rahmen eines öffentlich ausgetragenen Wettbewerbs gegen knapp 20 Mitbewerber und trägt den Titel „Bester Sommelier Österreichs“. Zlatic hat seither zum Training an zahlreichen europäischen Wettbewerben teilgenommen und widmet sich täglich mehrere Stunden der Vorbereitung. Foto © Erich Reismann

Für Österreich geht der Tiroler Suvad Zlatic an den Start. Er qualifizierte sich dafür im Herbst 2014 im Rahmen eines öffentlich ausgetragenen Wettbewerbs gegen knapp 20 Mitbewerber und trägt den Titel „Bester Sommelier Österreichs“. Zlatic hat seither zum Training an zahlreichen europäischen Wettbewerben teilgenommen und widmet sich täglich mehrere Stunden der Vorbereitung. Foto © Erich Reismann

Es geht um Präzision, welche an Hochleistungssport erinnert. Suvad Zlatic verfügt zusätzlich über Diplome als Sake Sommelier und Master Sommelier Advanced, entschied den Wettbewerb als Champagne-Botschafter 2015/16 für sich und wurde 2016 zum "VINEUS Sommelier of the Year" gekürt.

Vergangenes Jahr bestand Suvad Zlatic die Feuerprobe als österreichischer Kandidat bei der Sommelier-WM in Argentinien mit dem grandiosen 16. Platz von insgesamt 59. Der gebürtige Bosnier kam 1993 nach Österreich, lebt mit seiner Familie in Landeck und ist im Geigers Posthotel in Serfaus als Maître d'hôtel tätig. Von seinen Arbeitgebern, den Hoteliers Barbara und Florian Geiger, erhält er jegliche Unterstützung für sein Engagement.

Der Weltmeister kehrt zurück

Durchgeführt wird der Wettbewerb vom technischen Komitee der internationalen Sommelier Vereinigung A.S.I. (Association de la Sommellerie Internationale). Diesem gehört auch Master Sommelier Markus del Monego aus Deutschland an. Für ihn werden dabei alte Erinnerungen wach, konnte er doch die Sommelierweltmeisterschaft 1998 in Wien für sich entscheiden.

Torsten Junker aus aus dem Louis C. Jacob in Hamburg vertritt Deutschland.

Torsten Junker aus aus dem Louis C. Jacob in Hamburg vertritt Deutschland. Der deutsche und der österreichische Kandidat sind bereits vor dem Finale ausgeschieden.

Was ihm dabei besonders im Gedächtnis geblieben ist? "Das großartige Ambiente der Wiener Hofburg als Wettkampflocation hat mich unglaublich beeindruckt. Aber auch die Kollegialität unter uns Kandidaten. Als Semifinalist kurz vor der Nennung der drei Finalisten erschrak ich fürchterlich, weil ich meinen Zigarrenschneider vergessen hatte. Nachdem mein Name aufgerufen wurde und ich auf die Bühne gehen musste, drückte mir eine Kollegin noch rasch ihren Zigarrenschneider in die Hand."

Dieses Mal wird Deutschland durch Torsten Junker aus Hamburg vertreten. Was ihm der Weltmeister von damals wünscht? "Ich drücke ihm natürlich die Daumen und wünsche ihm alles Gute. Torsten Junker ist gut vorbereitet und wird dies auch zeigen."

Wer ist im Semifinale?

Aus österreichischer Sicht werden die Daumen klarerweise für Suvad Zlatic gedrückt. Nachdem die nicht wettkämpfenden Sommelier-Delegationen von ihrer Weinreise in die Gebiete Wachau, Traisental, Kremstal und Kamptal zurückkommen, findet ein gemeinsames Dinner mit den Wettbewerbskandidaten statt, bei dem die Namen der Semifinalisten veröffentlich werden.

Meisterschaftliche Pop-Up Vinothek und Weinbar

Für alle Weinliebhaber hat Wein & Co während der Sommelier-Meisterschaft eine Pop-Up Vinothek im Parkhotel Schönbrunn eingerichtet. Von Montag, 8.5. bis Freitag, 12.5. können von 18:00 bis 22:00 Uhr rund 90 Weine der Partnerwinzer der Sommelier-Meisterschaft verkostet werden. Ein Meet & Greet mit den internationalen Sommelier-Delegationen.

Tickets dafür gibt es vor Ort oder im Vorverkauf unter: www.weinco.at/event/sommelier-europameisterschaft-2017-34151