05. August 2014

Potsdam Hotellerie kritisiert Bettensteuer

Dehoga Brandenburg und die Vereinigung der Potsdamer Hotellerie legen Einspruch gegen die geplante Bettensteuer ein

Vor dem Hintergrund der Einführung der Bettensteuer der Stadt Potsdam ab dem 1. Oktober 2014 hat der DEHOGA Brandenburg, zusammen mit den Erfa Hotels (Vereinigung der Potsdamer Hotellerie) und mit Unterstützung der IHK Potsdam sowie der TMB zu einer Informationsveranstaltung eingeladen. Seitens der Stadt stand ein Vertreter des zuständigen Fachbereichs den anwesenden Unternehmen für Fragen zur Verfügung.

Olaf Schöpe, Präsident des DEHOGA Brandenburg freute sich über die große Anzahl der Teilnehmer an der Veranstaltung: "Mit über 80 Teilnehmern wurden unsere Erwartungen übertroffen. Es ist ein deutlicher Hinweis zum hohen Informationsbedarf bei den Unternehmern aber auch der großen Verunsicherung über diese zusätzliche Belastung. Wir als Verband sehen es als unsere Aufgabe, alle Kollegen umfassend zu informieren. Dies bedeutete jedoch nicht, dass wir die Möglichkeit einer rechtlichen Prüfung der Bettensteuersatzung aus den Augen verlieren."

Für die Sprecherin der Erfa-Hotels, Gertrud Schmack vom Bayrischen Haus in Potsdam, war die hohe Teilnehmerzahl der Veranstaltung auch dafür Beleg, wie sehr das Thema Bettensteuer die Unternehmen bewegt. "Mit der Bettensteuer hat sich die Stadt einen Bärendienst erwiesen und nimmt die Schwächung des Tourismusstandortes Potsdam billigend in Kauf. Gleichzeitig schiebt sie Entscheidungen über die zukünftige Entwicklung der Stadt mit ihrem touristischen Angebot sowie den preußischen Schlössern und Gärten vor sich her. Ich bin gespannt, was sich die Stadt einfallen lässt, wenn das nächste Haushaltsloch zu stopfen ist", so Schmack.