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03. Juli 2009

Bio-Fast-Food-Kette Gorilla geschlossen

Die Berliner Bio-Fast-Food-Kette Gorilla hat Insolvenz angemeldet

Alle vier Berliner Filialen der nach eigenen Angaben ersten deutschen Bio- Schnellimbisskette sind geschlossen, bestätigte ein Sprecher des Insolvenzverwalters von der Anwaltskanzlei Leonhardt, Westerhelle & Partner einen Bericht der «Berliner Morgenpost». Grund für das Scheitern seien Managementfehler und ein von Anfang an nicht tragbares betriebswirtschaftliches Konzept gewesen. Hinzu sei die verschärfte Konkurrenzsituation in der Bio- Food-Branche gekommen, verstärkt durch die Wirtschaftskrise.

Allein die Personalkosten für die zuletzt 56 Mitarbeiter von «Gorilla» hätten bei etwa 100.000 Euro pro Monat gelegen, hieß es. Der Insolvenzverwalter habe in den vergangenen acht Wochen vergeblich versucht, für die Kette einen neuen Investor zu finden.

Nur für die Zentralküche sei ein Interessent gefunden werden. Sie werde von dem Bio-Fast-Food-Restaurant «Super-Good» übernommen. «Gorilla» war 2006 von dem aus Lübeck stammenden Juristen Matthias Rischau gegründet worden. Seine Idee war Fast Food ökologisch, gesund und umweltfreundlich anzubieten. Seine erste Filiale lag in Charlottenburg, weitere in Mitte und Zehlendorf. dpa