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02. Mai 2008

Bio-News aus Deutschland, Kalifornien und Irland

Verbrauch von Bio-Gemüse und Obst, wachsende Bio-Flächen in Kalifornien und Irland

Deutschland:

Im ersten Quartal 2008 kauften die deutschen Haushalte 5,1 Prozent ihres Gemüsebedarfs und 4,7 Prozent des Obstes in Bio-Qualität, berichtet das ZMP-Ökomarktforum. Spitzenreiter im Bio-Anteil sind die Zitronen mit 31 Prozent und die Möhren mit 17 Prozent. Bananen liegen bei 9,5 Prozent. Fast die Hälfte des verkauften Gemüses sind mengenbezogen Möhren. Hier nahmen die Importe um ein Viertel ab, einheimische Ware erzielte einen Zuwachs von 16 Prozent. Insgesamt ist der Umsatz mit Bio-Obst und Gemüse gegenüber dem Vorjahreszeitraum leicht zurückgegangen. Dies lag an mangelnder Verfügbarkeit und daran, dass im konventionellen Handel zurückhaltender bestellt wurde.

Kalifornien:

Die Fläche für Öko-Landbau und Öko-Tierhaltung hat kontinuierlich zugenommen und vergangenes Jahr erstmals die Marke von 500.000 Morgen (202.350 ha) überschritten, berichtet California Certified Organic Farmers. In den letzten beiden Jahren war eine Zunahme von 129 Prozent zu verzeichnen. Allein 2007 betrug die Fläche 57.000 ha. Sie war damit in nur einem Jahr um 41 Prozent gestiegen, berichtet die Central Valley Business Times. Die biologische Hafer-Fläche nahm 2007 um 52 Prozent zu, die Reisfläche um 49 Prozent und die der Tafeltrauben um 39 Prozent. 2007 wurden von der CCOF mehr als 2300 Kontrollen vor Ort durchgeführt, um die Einhaltung der Bio-Richtlinien des National Organic Programs sicherzustellen. California Certified Organic Farmers ist eine Nonprofit-Organisation, die 1973 gegründet wurde und inzwischen eine der größten unabhängigen Kontrollorganisationen im Land ist.

Irland plant Boom für Bio-Landwirtschaft:

Minister Trevor Sargent (Grüne Partei), verantwortlich für Ernährung und Landwirtschaft, kündigte an, dass die Partei durch einen nationalen Bio-Plan einen Zuwachs der Bio-Landwirtschaft in Irland auf das Fünffache anstrebe. Der Bio-Sektor betrug 2006 66 Mio. Euro, soll aber 2012 auf 400 Mio. Euro steigen.