Wein
21. Juli 2009

Biodynamische Weingüter

Immer mehr Spitzenwinzer bekennen sich öffentlich zur Biodynamik, die Spötter verstummen. Die Liste der Weingüter, die bereits biodynamisch arbeiten, wird immer länger und hat Gewicht: Romanée-Conti, Leflaive und Chapoutier, Lageder und Loacker, Michlits und Nicolaihof, bei uns im Lande Wittmann, Kühn, Busch, Eymann, Hahnmülle, Sander, Schäfer, Zwölberich, Bürklin-Wolf, Rebholz und Christmann

Der Weinbau, nicht nur in Deutschland, steht vor einem Umbruch. Eine wachsende Zahl von Winzern setzt konsequent auf Bio-Dynamik, um das Terroir zu betonen. Der Trend geht dabei weg von der Esoterik, hin zur Biodiversität.

Besonders in Deutschland, wo derzeit 2000 Hektar Rebfläche ökologisch bewirtschaftet werden, kommt Bewegung in den biodynamischen Weinbau. Niemals zuvor stellten so viele Top-Güter um, natürlich sind vor allem die Jüngeren mit Leidenschaft dabei. Ein Motor ist der Verband der Prädikatsweingüter (VDP): 15 der Mitglieder bewirtschaften über 12 Prozent der deutschen Öko-Rebfläche, weitere Mitglieder befinden sich in Umstellung.

Als Präsident des VDP ist Steffen Christmann mit seinen Aussagen vorsichtig und abwägend, als Winzer nimmt er aber kein Blatt vor den Mund. »In punkto Bio-Engagement erleben wir eine sehr große Dynamik«, betont der Pfälzer, »das ist kein Strohfeuer mehr, sondern schon fast ein Flächenbrand«.

Lange Zeit machten die in Umstellung befindlichen Winzer kein Aufhebens davon. Schließlich wollten sie nicht als Spinner gelten. Zumal es auch ganz praktische Gründe gibt: In der Umstellungsphase verändern sich die Weine, niemand wollte seine Stammkunden vor den Kopf stoßen. Heute wissen die Winzer, dass es besser ist, demonstrativ nach vorne zu gehen, damit die Kunden wissen, warum der Wein anders schmeckt!

Zum kompletten Artikel aus dem Gault Millau Magazin (2008)

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