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18. August 2010

Brandenburg bei ausländischen Touristen beliebt

Tourismus in Brandenburg legt zu - vor allem in Potsdam

Im ersten Halbjahr verzeichneten die Beherbergungsbetriebe und Campingplätze 1,75 Millionen neu angekommene Gäste, 5,5 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2009. Allein die Zahl ausländischer Gäste sei um 11,9 Prozent gestiegen, teilte das Statistikamt in Potsdam mit. Von ihnen kamen die meisten aus Polen, den Niederlanden und Schweden. In den ersten sechs Monaten wurden rund 4,7 Millionen Übernachtungen gebucht, was einem Zuwachs von 5,4 Prozent entspricht. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Gäste blieb mit 2,7 Tagen konstant.

In absoluten Zahlen verbuchte das neu gebildete Reisegebiet «Seenland Oder-Spree» von Januar bis Juni 893 700 Übernachtungen und war damit unangefochten Spitzenreiter, gefolgt vom Spreewald (605 700) und Ruppiner Land (560 000). Diese Reihenfolge gilt auch für die Zahl der Gäste, bei denen das Seenland mit 294 800 vorne liegt; der Spreewald kommt hier auf 232 900, das Ruppiner Land auf 204 300. Die Steigerungen belegten, dass Brandenburg ein attraktives Reiseziel sei, kommentierte Wirtschaftsminister Ralf Christoffers (Linke) die Bilanz.

Gleichzeitig zeigten sie, dass sich die Marketingstrategie der Regierung mit der Schwerpunktsetzung auf «starke Themen - von Kultur- und Naturtourismus bis hin zu Wellness» bewährt habe. Das kommt bei den Urlaubern laut Christoffers ebenso an wie die Qualität der touristischen Angebote. Besonders erfreut äußerte sich der Minister über die gewachsene Zahl internationaler Gäste. Daran werde deutlich, dass es richtig gewesen sei, im Auslandsmarketing auch während der Krise nicht nachzulassen. Den größten Sprung bei den Gästezahlen macht die Landeshauptstadt Potsdam mit einem Plus von 8,6 Prozent; bei den Übernachtungen ist es das Dahme-Seengebiet (plus 10,9 Prozent). dpa