23. Januar 2010

Burger King eröffnet erste Filiale in Russland

Die weltweit zweitgrößte Fast-Food-Kette Burger King hat erstmals in Russland eine Filiale eröffnet

Vorerst hat das US-Unternehmen drei Ableger in der Hauptstadt Moskau geplant, berichtete die Zeitung «Kommersant». Burger King arbeitet mit dem russischen Fleisch-Bräter Burger Rus zusammen. Die Voraussetzungen sind gut: Nach «Kommersant»-Angaben essen 70 Prozent der weit mehr als zehn Millionen Moskauer regelmäßig in Schnell- Restaurants, der Markt wuchs vor dem Krisenjahr 2009 um 25 bis 30 Prozent jährlich.

Burger King will mit seinem Vorstoß auch Konkurrent McDonald's in Russland angreifen. Der Marktführer hatte sein erstes Restaurant in dem Riesenreich fast auf den Tag vor 20 Jahren noch zu Sowjetzeiten eröffnet. Damals hatten sich beim Ansturm der Kunden im Zentrum Moskaus turbulente Szenen abgespielt.

Der Mietvertrag für eine der ersten McDonald's-Filialen wurde vor kurzem von einem Moskauer Gericht für sittenwidrig erklärt. Die Richter verfügten, dass die Burgerkette künftig 1200 Rubel (gut 28 Euro) pro Quadratmeter Miete zahlen muss. Die damals noch im Kapitalismus ungeübte Stadtverwaltung hatte 1991 lediglich 1 Rubel von dem Weltunternehmen verlangt. dpa

Niko meint: Das hat aber lange gedauert. Ich erinnere mich noch genau an meinen ersten Besuch in Moskau vor ziemlich genau 20 Jahren. Damals wurde die Berliner Senatsreserve (Milchpulver etc) nach Moskau "verschenkt". Für die Berliner Morgenpost begleiteten Michael Behrendt und ich den abenteuerlichen Militätransport.

Was für aufregende 3 Tage in der damals von Mafia und Kälte beherrschten Metropole. Was McDonalds nicht der Stadtverwaltung zahlen musste, könnte wohl gleich mehrfach in andere Kanäle geflossen sein. So war damals die Situation: entweder zahlten die Unternehmen an undurchsichtige Zwischenhändler oder sie konnten nicht Fuß fassen.

Wir müssen damals kurz vor der Eröffnung von McDonalds in Moskau gewesen sein und waren heilfroh, eine PizzaHut Filiale zu finden und den Eingang für "West-Devisen" gleich mit - die Schlange an der anderen Tür war verdammt lang.

So sieht es heute in Moskau aus: Artikel aus dem Gault Millau Magazin

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