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09. November 2008

Chaine des Rotisseurs im Hotel de Rome mit Fulvio Pierangelini und Uma Thurman

Das Hotel de Rome in Berlin wurde mit einem Diner Maison in den Kreis der Chaîne des Rôtisseurs, Bailliage Berlin-Brandenburg, aufgenommen. Es wurde eines dieser denkwürdigen Essen, die unverhofft zu einem unvergesslichen Erlebnis werden. Dafür sorgten auch zwei Überraschungsgäste: Uma Thurman und Fulvio Pierangelini

Für ein paar Tage war Italiens Starkoch Fulvio Pierangelini (2 Michelin-Sterne) jetzt auf Beratungstour im Hotel de Rome. Er gilt als intellektueller Koch, vergleichbar mit Walter Eselböck im Burgenland. Der beste italienische Koch in der berühmten Liste "Worlds 50 Best Restaurants", sein Restaurant Gambero Rosso im toskanischen Küstenort San Vincenzo steht auf Platz 12, wird mal als "Küchenphilosoph" oder auch als "Kochkauz" tituliert und berät Sir Rocco Forte, der ebenfalls für ein paar Tage nach Berlin in sein "Wohnzimmer", das Hotel de Rome, gekommen war.

Wo wir gerade bei bekannten Namen sind, steht da hinten im Kreis ihrer amerikanischen Freunde nicht Uma Thurman im Foyer? Daher die Meute von Fotografen und Autogrammjägern vor dem Hotel! Die Schauspielerin (Kill Bill) mit deutschen Wurzeln war im Hotel de Rome für ihren Auftritt bei Gottschalks "Wetten dass" abgestiegen (und traf sich danach garantiert mit Quentin Tarantino, der derzeit mit Brad Pitt in Potsdam/Babelsberg dreht).

Nun aber zu den Gourmet-Inhalten. Chaine-Bailli Thomas Wachs hatte zum Diner Maison geladen, um das Hotel de Rome und seinen General Manager Thies Sponholz in den Kreis der Chaine aufzunehmen. Hotel de Rome Küchenchef Raffaele Cesare Cannizzaro wuchs mit Unterstützung von Fulvio Pierangelini über sich hinaus und präsentierte ein Diner auf leuchtendem 2-Sterne-Niveau.

Als Amuse bouche kam ein Scampo auf weißem Bohnenpüree (ein Signature-Dish von Fulvio Pierangelini), der mich an die ersten drei Gänge von Walter Eselböck im Taubenkobel im Sommer 2006 erinnerte. Obwohl der Scampo selbst perfekt war und erstklassig schmeckte, entsteht in Verbindung mit den pürierten Bohnen, obwohl diese natürlich äußerst fein passiert waren, ein eher negativer Effekt: Das griesige, mehlige der Bohnen erinnert an zu lang gegarte Scampi, deswegen würde ich auf solch eine intellektuelle Kombination grundsätzlich verzichten. Aber erzählen Sie das bloß nicht dem Fulvio!

Die Jakobsmuscheln auf Muskat-Kürbis und Petersilien Jus kamen vollendet, eine Liasion zwischen der Süße des Kürbis und der Frische des Meeres, ein großer 2-Sterne-Gang (zum ausgezeichneten 07 Riesling Terrain Calcaire von Mathias Gaul).

Auch die Tortelli mit Burrata und dem Salat von Tomaten glänzte in 2 Sternen: der kühle und äußerst aromatische Salat bildet den Kontrapunkt zu den fast schwebenden Tortelli mit dem herrlichen Burrata-Frischkäse.

Eine perfekte Seezunge mit Steinpilzsalat folgte, was für ein herrlich aromatisiertes Filet (Kaninchen-Orangen-Boullion), was für ein herrlich festes Fleisch! (wunderbar zum blanc de blanc Grand Cru von Pierre Moncuit)

Einzig der Rehrücken, an sich perfekt und von ausgesuchter Qualität, hatte einen deutlichen Hauch zu viel von dem wunderbaren Kamerun-Pfeffer abbekommen, sehr schade, der Eigengeschmack des Fleisches war komplett überdeckt. (dafür strahlte der 05 Bela Rex von Gesellmann um so mehr)

Als Dolci wurde ein Savarin von der Bitterschokolade mit Ananas Sorbet gereicht.

Insgesamt ein köstliches italienisch-mediterranes Menü, Respekt, mein lieber Raffaele Cannizzaro!

Im Rahmen der Veranstaltung wurden mehrere Gäste in die Chaine aufgenommen, aus Berlin u.a. KPM-Retter Jörg Woltmann.

Der Dank der Gäste galt Bailli Thomas Wachs, GM Thies Sponholz und Bernd Müller, der das Diner Maison perfekt organisierte.

Grüße, Niko

(Foto: Pit Manikowski, v.l.: Fulvio Pierangelini, Thomas Wachs, Thies Sponholz und Raffaele Cannizzaro)