WEIN
14. Dezember 2014

Champagne Alfred Gratien

Der neueste Jahrgang Alfred Gratien Millésimé 2000

"Ein Champagner wird nicht hergestellt, er wird erschaffen". Das war das Credo des Unternehmers und Weinliebhabers Alfred Gratien. Gerade mal 23 Jahre jung, erfüllte er sich 1864 einen Traum: In den Gewölben seiner Kellerei in Epernay sollte nichts Geringeres als die besten Champagner aller Zeiten heranreifen.

Champagner der Marke Alfred Gratien ist heute in fast allen Sterne-Restaurants Frankreichs auf der Weinkarte gelistet. Er wird in der First Class von British Airways gereicht, und auch der Elysée-Palast zählt zum prestigeträchtigen Kundenstamm. Nicht nur der elegante, frische und zugleich vollmundig reife Geschmack machen die Premiumchampagner von Alfred Gratien so begehrt, auch eine geringe Produktionsmenge von maximal 250 000 Flaschen pro Jahr trägt zum Exklusivstatus bei. Brillanz, Tradition, Klasse statt Masse - das Qualitätscredo hat sich seit den Gründerjahren nicht verändert.

Familiensache: Die önologische Seele

Kellermeister ist eine Lebensaufgabe, er ist die önologische Seele eines Champagner-Hauses. Sein einzigartiges Talent besteht darin, aus den Trauben der verschiedenen Lagen und Jahrgänge einen Champagner zu kreieren, der stets dem Stil des Hauses treu bleibt. Bei Alfred Gratien liegt dieses Fachwissen quasi in den Genen. Die so komplexe Kunst des Champagnermachens wird bereits seit vier Generationen vom Vater auf den Sohn vererbt. Seit Gründung des Hauses hält die Kellermeisterfamilie Jaeger diese Tradition lebendig. "Familiensache" ist auch der konsequente Verzicht auf die malolaktische Gärung, also den Säureabbau durch die Zugabe von Zusätzen. Diese Virtuosität, ohne "Malo" einen hochwertigen Champagner herzustellen, beherrschen heute nur noch wenige Kellermeister. Das Ergebnis sind außergewöhnlich frisch und fruchtig anmutende Champagner, welche sich durch bemerkenswerte Lagerungsfähigkeit und immense Geschmackstiefe auszeichnen.

"Haute Couture" aus Epernay

 

Das Geheimnis der großen Champagner liegt in der Zeit. In den Kellern vollendet die Lagerzeit das, was der Boden hervorgebracht hat und der Kellermeister zu kreieren wusste. Die Champagner von Alfred Gratien haben dazu noch eine Besonderheit: Sie kommen im Eichenfass zur Welt. Sechs Monate lang wird die Cuvée aus handverlesenen Trauben der roten Rebsorten Pinot Noir (Spätburgunder) und Pinot Meunier (Schwarzriesling) und der weißen Rebsorte Chardonnay in 228 Liter-Eichenfässern vergoren. Nur wenige Champagnerhäuser betreiben diesen Aufwand. Jahrgangschampagner wird zudem nur in der "Bague Carree" ausgebaut. Dabei handelt es sich um eine Flasche mit viereckigen Kragen, die nur mit Naturkorken verschlossen werden kann. Vorteil: Naturkork lässt den Champagner noch ein wenig atmen und optimal reifen.

Auch mit dem neuesten Jahrgang Alfred Gratien Millésimé 2000 setzt die renommierte französische Kellerei ein Zeichen für ihr traditionelles Metier. Der Jahrgangschampagner wurde aus Trauben des außergewöhnlich guten Jahres 2000 gewonnen. Der Jahrgang sticht durch herausragende, gut ausbalancierte Weine hervor, die einen Jahrgangschampagner-Status rechtfertigen. Er zeichnet sich durch ein ausdrucksstarkes Bouquet mit einer buttrigen Note und einem Anklang von Geröstetem aus.