HOTELS
15. April 2018

Château Lafaurie-Peyraguey Lalique mit neuem Hotel-Restaurant

Château Lafaurie-Peyraguey © Deepix

Das neue Projekt wird anlässlich des 400. Geburtstags von Château Lafaurie-Peyraguey lanciert. Die Eröffnung ist auf den 23. Juni 2018 angesetzt.

Château Lafaurie-Peyraguey ist ein altehrwürdiges Weingut, dessen 36 Hektar Land sich mitten im Sauternes-Gebiet über dem Dorf Bommes erstrecken. Nach mehrmonatigen Renovierungsarbeiten entsteht hier ein luxuriöses Hotel mit exklusivem Restaurant. Das Gebäude aus dem 13. Jahrhundert gilt als das älteste in Bommes: Es blickt auf eine beinahe achthundertjährige Geschichte zurück. Und bereits zur Römerzeit bestand hier ein Etappenort. Das Schloss ist stolz auf sein altes Gemäuer, insbesondere auch auf seine Befestigungsmauern und sein Eingangstor.

Château Lafaurie-Peyraguey © Deepix

Die Geschichte und der Ruf von Château Lafaurie-Peyraguey sind eng mit der Herkunftsbezeichnung Sauternes und der Bordeaux-Klassifikation von 1855 verbunden. Diese wurde auf Wunsch des französischen Kaisers Napoleon III. anlässlich der Weltausstellung in Paris 1855 vorgenommen. Dadurch wurden die vorzüglichen Eigenschaften des edelsüssen Weissweins von Château Lafaurie-Peyraguey schon früh offiziell anerkannt: Er ist ein Sauternes Premier Grand Cru Classé seit 1855. Sein Ansehen wurde dadurch weiter gestärkt, dass der spanische König Alfons XII. ihn zu seinem Lieblingswein erkor.

Ein privilegierter Standort

Das Weingut von Lafaurie-Peyraguey liegt mitten im Sauternes-Gebiet und wurde schon bald zu einem der schönsten Beispiele der Weinbau-Architektur. Besonders stolz darauf war sein Erbauer (1618) und erster Besitzer, Sieur Peyraguey. Umgeben von anderen Terroirs mit klingenden Namen, befindet es sich an leicht erhöhter Lage mit kiesigem Boden etwa 70 m über Meer und unweit des berühmten Château d'Yquem.

Château Lafaurie-Peyraguey © Deepix

Eine Renovierung von zeitloser Schönheit mit der typischen Handschrift von Lalique... Château Lafaurie-Peyraguey wurde 2014 von Silvio Denz, Präsident und CEO von Lalique, erstanden. Insgesamt sind fünf Bordeaux-Weingüter in seinem Besitz, darunter das Château Faugères Saint-Émilion Grand Cru Classé, das ihm seit 2005 gehört. Das Schloss von Lafaurie- Peyraguey wird grundlegend umgestaltet und feiert schon bald seine Eröffnung als Luxushotel mit Gourmet-Restaurant.

Die Innenausstattung wurde Tina Green und Pietro Mingarelli anvertraut. Die beiden bekannten Innenarchitekten haben sich nicht nur mit ihren Kreationen für Lalique Maison ausgezeichnet, sondern auch mit der Neugestaltung der Villa René Lalique, eines 5-Sterne-Hotels und Restaurants mit zwei Michelin-Sternen, das zu den Relais & Châteaux gehört. Für das Château Lafaurie-Peyraguey haben die beiden Raum-Designer einen eleganten Landhaustil gewählt, den sie mit originellen Kreationen zum Thema Weinbau und Wein bereichern. Dazu ließen sie sich von den Örtlichkeiten und der Geschichte des Schlosses inspirieren. Hervorgegangen ist eine Neuinterpretation des Lalique Interior Designs mit neuen Materialien und Farben, welche die Sauternes-Landschaft aufnehmen. Die Lalique-Kristall- Intarsien spielen gekonnt mit dem Licht, wirken aber nie überladen, sondern widerspiegeln eine sanfte Lebensart.

Das von Christophe Noulibos geführte, neue Hotel-Restaurant Lalique mit seinen 10 Zimmern und 3 Suiten möchte "vier Welten miteinander verbinden: Wein, Kristall, Gastronomie und Gastfreundschaft; denn es bestehen ganz offensichtlich Übereinstimmungen zwischen diesen kreativen Bereichen", erklärt Silvio Denz.

Ein Restaurant mit gehobener französischer Küche

Silvio Denz trug sich von Anbeginn mit dem Gedanken, einen zweiten Ort der Gastfreundschaft für Lalique zu schaffen, und zwar im berühmtesten aller Bordeaux-Grand-Cru-Gebiete - eine Weltpremiere. Dieser gastronomischen Herausforderung stellt sich niemand anders als Jérôme Schilling, vormals Chef-Exécutif in der Villa René Lalique an der Seite vom drei Michelin-Sterne Koch Jean-Georges Klein. An der Spitze der neuen Küchenbrigade übernimmt er die kulinarische Verantwortung für vierzig Gedecke.

Jérôme Schilling Chef des cuisines Restaurant Lalique © Hervé Lefebvre

Der gebürtige Elsässer hat sich seine Sporen bei anerkannten Meistern der französischen Gastronomie verdient: Hubert Maetz, Joël Robuchon, Roger Vergé, Thierry Marx, Jean Luc Rocha und Guy Lassausaie. 2010 leitete Jérôme Schilling das französische Team beim Bocuse d'Or. 2015 gelangte er ins Finale des Wettbewerbs um den prestigereichen Titel "Un des Meilleurs Ouvriers de France". 2017 hievte erreichte Schilling den ersten Platz im "Challenge Culinaire du Président de la République". Vom Wunsch getragen, auch in Zukunft zu den Besten zu gehören, hat Jérôme Schilling zu einer neuen Umgebung ja gesagt, die er sehr schnell ins Herz geschlossen hat.

Und im Weinkeller

Adrien Cascio leitet hier das Projekt in Zusammenarbeit mit Romain Iltis, dem Sommelier der Villa René Lalique, der 2012 als "Meilleur Sommelier de France" und 2015 als "Meilleur Ouvrier de France" ausgezeichnet wurde. Gemeinsam haben die beiden eine ambitionierte Weinkarte zusammengestellt, die sich verschiedensten Einflüssen öffnet. Sie offenbart eine gut ausgestattete Auswahl an Sauternes, die besten Bordeaux-Gewächse in eindrücklicher Jahrgangsbreite und zahlreiche sehr erschwingliche Weine aus der Region.

David Bolzan Directeur des Vignobles Silvio Denz © Hervé Lefebvre

Aber auch das Elsass, die Heimat von Lalique, ist gut vertreten, und grossartige ausländische Weinbauregionen fehlen natürlich auch nicht. Im Château Lafaurie-Peyraguey finden sich zwei historische Weinkeller mit einer spektakulären Sammlung von Roten und Weissen; daneben dienen zwei weitere Keller der Lagerung alter und aussergewöhnlicher Tropfen. Insgesamt bilden 350'000 Flaschen einen eigentlichen Schatz für Weinliebhaber. In der schlosseigenen Vinothek können Besucher, auch wenn sie hier nur einen Halt machen, ausgewählte Flaschen erstehen und gleich mitnehmen.

Mit dem Château Lafaurie-Peyraguey möchte Silvio Denz einen entscheidenden Beitrag zum weintouristischen Angebot im Sauternes-Gebiet leisten. Das Projekt wird der Region neue Impulse geben und der facettenreichen, aber kleinsten Bordeaux-Appellation eine Vielzahl an Besuchern bescheren, was den Konsum der berühmten Sauternes-Weine neu beflügeln dürfte. "Diesen Ort haben wir als einen Tempel für Emotionen und Gastfreundschaft konzipiert. Der Sauternes ist der emotionalste Wein auf der Welt; er benötigte eine prestigeträchtige Adresse. Wir setzen alles daran, dass Lafaurie-Peyraguey dieses Versprechen hält. Willkommen heissen, bezaubern, überraschen ..." David Bolzan, Generaldirektor von "Vignobles Silvio Denz".