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17. Februar 2018

Coca-Cola US-Steuerreform bringt Milliardenverlust

Eine hohe Abschreibung aufgrund der US-Steuerreform hat dem Getränkeriesen Coca-Cola einen Milliardenverlust im Schlussquartal eingebrockt.

Unter dem Strich stand ein Minus von 2,8 Milliarden Dollar (2,2 Mrd Euro), wie der Pepsi-Rivale mitteilte. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum hatte das Unternehmen noch 550 Millionen Dollar verdient.

Dass das Ergebnis so massiv absackte, liegt an den neuen US-Steuergesetzen, die wegen einer Abgabe auf Auslandsvermögen eine einmalige bilanzielle Sonderbelastung von 3,6 Milliarden Dollar verursachten. Coca-Cola betonte aber, auf längere Sicht von den Steuersenkungen der US-Regierung zu profitieren.

Der Umsatz sank im Jahresvergleich um 20 Prozent auf 7,5 Milliarden Dollar. Das lag vor allem daran, dass der Konzern sich aus Kostengründen von Abfüllbetrieben getrennt hat, was mit Einbußen bei den Erlösen einhergeht. Die Quartalszahlen übertrafen die Erwartungen der Analysten, die Aktie legte vorbörslich um 1,5 Prozent zu.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017 fiel der Umsatz um 15 Prozent auf 35,4 Milliarden Dollar. Ohne den Verkauf des Abfüllgeschäfts und andere Sonderfaktoren hätte es laut Coca-Cola einen Anstieg um sechs Prozent gegeben. Dennoch brach der Gewinn - nicht zuletzt wegen der hohen Abschreibung - um 81 Prozent auf 1,2 Milliarden Dollar ein. dpa