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19. März 2018

Comité Champagne Neue Rekordumsätze für Champagner

Comite? Champagne | Neue Rekordumsätze für Champagner, Foto © THOMAS Pierre - Collection CIVC

In Deutschland steigt der Champagner-Umsatz trotz rückläufigem Absatz, in Österreich wachsen Absatz und Umsatz stark.

Der Champagne-Gesamtverband, Comité Champagne mit Sitz in Epernay, veröffentlichte auf der ProWein in Düsseldorf die Marktdaten der wichtigsten dreißig Absatzmärkte. Ein weltweiter Rekordumsatz von 4,9 Milliarden Euro wurde erzielt, davon 2,8 Milliarden im Export und 2,1 Milliarden in Frankreich. Der weltweite Umsatz stieg in den vergangenen zwölf Jahren - seit 2005 - um über eine Milliarde Euro.

© LESEIGNEUR Fabrice - Collection CIVC

Deutschland

Die Lieferungen aus der Champagne nach Deutschland gingen im Vorjahresvergleich um 0,8% oder knapp 104.000 Flaschen zurück: 2017 wurden 12.285.167 Millionen Flaschen geliefert (2016: 12,39 Millionen Flaschen). Der Umsatz der Champagne-Winzer und -Häuser auf dem deutschen Markt liegt dagegen mit 1,7% im Plus. Deutschland ist damit nach Absatz und Umsatz weltweit der Exportmarkt Nummer vier. Japan zog 2017 erstmals sowohl im Absatz als auch im Umsatz an Deutschland vorbei. Nur in Frankreich, in den USA und in Großbritannien wird noch mehr Champagne getrunken.

Österreich

Kunden in Österreich bestellten 2017 mehr Champagne als im Vorjahr: 1.518.540 Flaschen, das sind 15,8% mehr als im Vorjahr. 2016 gingen 1,31 Millionen Flaschen in die Alpenrepublik. Der Champagne-Umsatz stieg dort 2017 um 14,8%. Österreich rückt damit vom 18. auf den 17. Rang der wichtigsten Champagne-Exportländer weltweit vor und positioniert sich zwischen Russland und Dänemark.

Weltmarkt

Weltweit wurde im vergangenen Jahr 0,4% mehr Champagne aus Reims und E?pernay in über 190 Länder versendet: 307,31 Millionen gegenüber 306,04 Millionen Flaschen in 2016. Der Rekordumsatz erklärt sich durch die stark positive Umsatzentwicklung des U.S.-Marktes (+8,5%), von Japan (+21,3%) und auch von Australien (+23,0%). Großbritannien bleibt nach den USA im Umsatzranking der Champagne-Exportmärkte an zweiter Stelle: der "Brexit"-Effekt dreht den Umsatz (-5,7%) und den Absatz (-11,0%) ins Minus. Die asiatischen Märkte liegen wertmäßig insgesamt mit 19,2% im Plus, aber auch in Europa (ohne Frankreich) stiegen 2017 die Umsätze um 3,9%.

Frankreich

Die Winzer und Häuser der Champagne exportierten im letzten Jahr 3,4% mehr und erzielten 6,6% mehr Umsatz außerhalb Frankreichs. Französische Champagne-Kunden bestellten etwas weniger Champagne als im Vorjahr. Dennoch bleibt Frankreich 2017 mit 153,84 Millionen verkauften Flaschen der Champagne-Markt Nummer eins. Rund 370.000 Flaschen wurden dort mehr bestellt als im Export, der auf 153,47 Millionen Flaschen stieg. Der Anteil Frankreichs am Champagne-Absatz lag 2017 damit bei 50,1% (im Vorjahr 51,6%). Damit setzt sich ein mehrjähriger Trend weiter fort: Der Exportanteil stieg in den letzten Jahren kontinuierlich von 38,4% im Jahr 2009 auf jetzt 49,9%.