HOTELS
29. Januar 2011

Das Ende der Interconti Hotels in Berlin, Köln und Düsseldorf

Fotos: XAMAX/Alois Müller für Dorint

Die Intercontinental-Gruppe verliert ihre drei Hotels in Berlin, Köln und Düsseldorf

Der Grund dafür sei ein «nachhaltiger Rechtsstreit» mit dem Pächter der drei Gebäude, der Neue Dorint GmbH, sagte der General Manager des Intercontinental Berlin, Robert Herr (Foto oben). Er bestätigte damit einen Bericht der Hotelfachzeitschrift «Top hotel».

Da sich der Streit nicht beilegen lasse, habe Interconti der Neue Dorint GmbH zum 1. April gekündigt. Ob sich die Gruppe nun nach neuen Hotels in Berlin, Köln und Düsseldorf umsehen wird, konnte er noch nicht sagen. An den Standorten ziehe sich Interconti mit den Markenrechten, den Standards und dem Reservierungssystem zurück. Interconti-Hotels gibt es außerdem in Hamburg, Frankfurt am Main und Berchtesgaden.

Der Sprecher der Neue Dorint GmbH, Kaspar Müller-Bringmann (Foto links), sagte, die drei Hotels sollten ohne Unterbrechung weitergeführt werden. «Die Neue Dorint GmbH verhandelt derzeit bereits intensiv mit namhaften international tätigen Hotelkonzernen für die Standorte. Auch prüft die Neue Dorint GmbH den Betrieb der Hotels unter der Eigenmarke Dorint Hotels & Resorts.»

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Intercontinental Hotels in Berlin, Köln und Düsseldorf sind Angestellte der Neue Dorint GmbH. Lediglich die Hotelmanager werden von Intercontinental gestellt. Die Neue Dorint GmbH mit Sitz in Köln betreibt mit der Marke Dorint Hotels & Resorts europaweit 33 Häuser. GW/dpa

Niko meint: Das ist ein Schlag ins Kontor für Interconti. Das legendäre Haus in Berlin zählt zu den Flagschiffen der Gruppe, das ist ein herber Verlust an Prestige. Der gerade erst neu gekommene GM Robert Herr muss sich nun - wie die Direktoren in Köln und Düsseldorf - einen anderen Job innerhalb der Interconti-Gruppe suchen. Ob Willy Weiland vor seinem kurzfristigen Abgang schon wusste, was auf Interconti zukommt?

Da die verbeibenden Häuser - in erster Linie Berchtesgaden - nicht zu den profitabelsten zählen - ist es auch ein Prestigeverlust für Interconti in ganz Deutschland. Interconti muss sich schnellstens neue Häuser in deutschen Metropolen sichern, damit der Name hierzulande lebendig blebt. Jetzt ist auch wieder die Zukunft des Michelin-Restaurants Hugos im Interconti Berlin offen.