28. Oktober 2011

Deutsche Spätburgunder international Spitze

In einer verdeckten Probe von je 20 erstklassigen internationalen und deutschen Spätburgunder-Weinen kamen sieben der zehn besten Weine aus Deutschland

In einer verdeckten Vergleichsprobe von je 20 erstklassigen internationalen und deutschen Spätburgunder-Weinen, die heute auf Initiative des Deutschen Weininstituts (DWI) in London stattfand, haben sich die Spätburgunder aus den deutschen Anbaugebieten hervorragend behauptet. Sieben der zehn besten Weine der Probe kamen aus Deutschland.

Als bester deutscher Spätburgunder kam der 2008er Spätburgunder, Saulheimer Hölle, vom Weingut Thörle aus dem rheinhessischen Saulheim auf Platz drei. Die Ränge eins und zwei belegten der 2009er Pinot Noir Eola Amity Hills des Weinguts Antica Terra aus Oregon, vor dem 2008er Pinot Noir Isabelle des Weinguts Au bon Climat aus Kalifornien.

Die Ränge vier bis sieben, sowie neun und zehn gingen ebenfalls nach Deutschland an die Weingüter Paul Fürst (Franken), Ziereisen (Baden) mit zwei Weinen, Gutzler (Rheinhessen), Stodden (Ahr) und Heitlinger (Baden).

Die 13-köpfige internationale Expertenjury, der unter anderem die britische Weinkritikerin Jancis Robinson sowie Master of Wine Tim Atkin angehörten, zeigte sich absolut überrascht von den herausragenden Qualitäten und der stilistischen Vielfalt der deutschen Gewächse. "Dieses tolle Abschneiden der deutschen Spätburgunder hat die Fachwelt hier absolut erstaunt", berichtete DWI-Marketingleiter des Deutschen Weininstituts, Steffen Schindler, aus London.

"Wir haben uns dieser Herausforderung bewusst gestellt, da wir schon seit langem von der internationalen Wettbewerbsfähigkeit unserer Spätburgunder überzeugt sind. Dies haben unsere Weine heute eindrucksvoll bewiesen", sagte DWI-Geschäftsführerin Monika Reule.

Die 20 deutschen Weine für die Verkostung im Londoner Restaurant Texture wurden bereits im September im Rahmen einer vom DWI organisierten Auswahlprobe aus insgesamt 380 Spätburgundern bestimmt. Die Jury bildete in diesem Fall die Sommeliere Christina Fischer, der Weinjournalist Stephan Reinhardt, der Direktor des Internationalen Weininstituts Alexander Kohnen sowie der britische Weinexperte Hamish Anderson und Tim Aktin MW, der auch die internationalen Weine für die Londoner Probe ausgewählt hatte. (DWI)