02. September 2010

Deutsche Weine mit Schwächen beim Export

Deutsche Weine tun sich derzeit schwer auf dem Weltmarkt: Die Weinexporteure haben im ersten Halbjahr 13 Prozent weniger abgesetzt als im gleichen Zeitraum des Vorjahres

Die Menge ging damit auf 900 000 Hektoliter zurück, wie das Deutsche Weininstitut (DWI) am Donnerstag mitteilte. Problematisch sind unter anderem die wichtigen Märkte Großbritannien und Niederlande sowie Schweden und Dänemark. Der Wert der Exportweine sank jedoch insgesamt nur um 9 Prozent auf 178 Millionen Euro. Demnach waren von den sinkenden Absätzen vor allem preiswertere Weine betroffen.

Der Wert der ausgeführten Qualitätsweine, die rund 80 Prozent des gesamten Exportwertes ausmachten, sei im ersten Halbjahr 2010 um 6 Prozent gewachsen, teilte das DWI mit. In den Märkten außerhalb der EU konnte deutscher Wein insgesamt um 14 Prozent beim Absatz und um 13 Prozent beim Wert zulegen. Auf Deutschlands wichtigstem Weinexportmarkt, den USA, kletterten Absatz und Umsatz um rund zehn Prozent.

«Während in den USA die Krise überwunden zu sein scheint, setzt sich im britischen Markt - wenn auch zögerlich - der Sortimentswechsel vom Preiseinstiegs- ins Mittelpreissegment weiter fort», erklärte die DWI-Geschäftsführerin Monika Reule. Dies habe jedoch den Rückgang bei günstigeren Weinen nicht kompensieren können. dpa