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18. Mai 2009

Deutscher Grillkönig 2009

Grillen um die Meisterehre: Würste werden wie Plätzchen ausgestochen, gegrillter Salat aufgespießt und Eis auf glühenden Kohlen zubereitet

18 Teams wetteiferten am Sonntag in Osterholz- Scharmbeck um den Titel «Deutscher Grillkönig 2009». Fünf Gänge - von der Bratwurst über Fisch, Spareribs und Rind bis hin zum Dessert - wurden von 120 Juroren bewertet. Dabei zählten neben Geschmack, Aussehen, Biss und Harmonie der Gerichte auch «Fun-Faktoren» wie die Standdekoration und Betreuung.

Am besten meisterte ein Team aus Lage in Nordrhein-Westfalen die Aufgaben: die amtierenden Weltmeister «TB & the BBQ-Scouts» mit Teamchef Thomas Brinkmann. Zweiter wurde das Team «GutGlut» aus Rösrath in Nordrhein-Westfalen vor Titelverteidiger «Bush-Food- Griller» aus Reutlingen in Baden-Württemberg.

Am Nachmittag einsetzender Regen hatte der Meisterschaft einiges vom sommerlichen Flair genommen. Die Teams waren aber mit Pavillons und Sonnenschirmen ganz gut vorbereitet. «Wir grillen bei jedem Wetter», sagte Thomas Brinkmann am Nachmittag. Sein Team hatte im September 2008 als erstes deutsches Team den Weltmeistertitel «ergrillt». «Reiner Zufall», sagte Brinkmann. «Wir wollten eigentlich auf dieser Veranstaltung in Belgien nur campen, Spaß haben und ein bisschen mit den Großen grillen.»

Nun ergatterten «TB & the BBQ-Scouts» auch noch den deutschen Titel. Besonders stolz sei er auf das Rind, das seine Mannen in monatelangen Testläufen perfektioniert haben. Schließlich sei dies die Königsdisziplin. «Beim Rind ist der Grad zwischen super und totaler Mist sehr, sehr schmal.»

Die «Zunftgrillern» aus dem hessischen Gelnhausen hatten den Juroren eine Krone aus Spareribs kredenzt. Sie sollte ein gutes Omen für die zu erobernde Feuerkrone sein. «Vielleicht hilft es ja», hoffte Karlheinz Stengel. Im vergangenen Jahr seien sie Letzter geworden und wollten erst gar nicht wieder antreten. «Aber da wir dieses Jahr unser Zehnjähriges feiern, haben wir uns doch noch mal zusammengerauft», sagte der Schlossermeister mit dem gedrehten Vollbart. Für dessen perfekten Halt hatte er morgens fast so lange gebraucht wie später für seine «Bratwurst ohne Ende».

«Wir wurden auch schon mal mit einer Tangoeinlage überrascht», erinnerte sich Juror Jürgen Schmidt. «Auf solch hohem Niveau sind es eben nur noch Kleinigkeiten, die am Ende den Ausschlag geben.» Rund 35.000 Zuschauer ließen sich nach Angaben des Ausrichters - der German Barbecue Association (GBA) - von den Künsten der Griller inspirieren. «Wir sind positiv überrascht», sagte GBA-Präsident Robert Meyer.

Der Grillkönig 2010 soll im kommenden Jahr in Gotha in Thüringen ermittelt werden. Im Jahr darauf ist gar die Weltmeisterschaft der Bruzzler in Deutschland zu Gast. dpa