04. August 2008

Deutscher Wein legt zu

Weine aus deutschen Anbaugebieten haben im ersten Halbjahr 2008 gegen den Trend im gesamten Weinmarkt um 2,2 Prozent im Umsatz und um 1,1 Prozent im Absatz zugelegt. Wie das Deutsche Weininstitut (DWI) weiter auf Basis von GfK-Daten mitteilt, waren dagegen die von den privaten Haushalten in Deutschland insgesamt getätigten Weineinkäufe in diesem Zeitraum im Wert um 2,5 Prozent und in der Menge um 4,5 Prozent rückläufig.

"Die heimischen Weine sind die Gewinner des ersten Halbjahres. Trotz einer gewissen konjunktur­bedingten Kaufzurückhaltung der Verbraucher konnten unsere Erzeuger ihre Marktanteile am Weinumsatz auf 54,5 % steigern", sagte DWI-Geschäftsführerin Monika Reule. Bezogen auf die ein­gekaufte Weinmenge wuchs der Marktanteil Deutschlands von 46,3 % im ersten Halbjahr 2007 auf 49,1 % in 2008. Die drei großen Weinimportländer Italien, Frankreich und Spanien mussten zum Teil zweistellige Umsatz- und Absatz­rückgänge hinnehmen.

Der Lebensmittelhandel (LEH) inklusive dem Discount hat seine Position als meist frequentierte Weineinkaufsstätte weiter ausgebaut. Hier­zulande wurden dort in den ersten beiden Quartalen dieses Jahres rund 73 % aller Weine und somit 2 % mehr als im Vorjahrzeitraum bezogen. Diese Entwicklung ging zulasten der Absätze im Weinfachhandel, der Weingüter sowie der übrigen Einkaufsstätten wie z.B. Tankstellen. Mit 38 % des gesamten Weinumsatzes in Deutschland kommen dem Direktbezug beim Winzer als auch dem Einkauf im Fachhandel bezogen auf die Wertschöpfung dennoch eine große Bedeutung zu.

Der Durchschnittspreis für alle im Lebensmittelhandel und Discount eingekauften Weine lag im ersten Halbjahr mit 2,44 Euro pro Liter 11 Cent über dem Niveau des Vorjahres­zeitraums. Deutlich zugelegt hat besonders der Weinabsatz in der Preisklasse zwischen 2,50 und 4,00 Euro/l.