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12. April 2017

Deutsches Weininstitut Winzer setzen auf Burgundersorten

Foto DWI

Der Trend zum verstärkten Anbau von Weißweinsorten und hier insbesondere der Burgunderarten hat sich in Deutschland im vergangenen Jahr fortgesetzt.

Wie das Deutsche Weininstitut (DWI) auf Basis von Erhebungen des Statistischen Bundesamtes mitteilt, hatten 2016 die Rebsorten Grauburgunder, Weißburgunder und Chardonnay mit insgesamt 540 Hektar die größten Flächen­zuwächse in den deutschen Weinbergen.

Deutsches Weininstitut | Winzer setzen auf Burgundersorten

Der Grauburgunder (6.179 ha) hat damit die 6.000-Hektarmarke übersprungen und der Weißburgunder (5.161 ha) den Silvaner (4.926 ha) von Platz vier der wichtigsten deutschen Weißweinsorten verdrängt. Der Riesling hat seine Spitzenposition um rund 100 Hektar auf 23.700 Hektar erneut ausgebaut, gefolgt vom Müller-Thurgau mit 12.623 Hektar.

Im weltweiten Vergleich stehen die deutschen Erzeuger damit beim Anbau von Riesling und Weißburgunder an erster Stelle und im Grauburgunderanbau auf Platz zwei hinter Italien.

Die gesamtdeutsche Rebfläche ist mit 102.493 Hektar weitestgehend konstant geblieben. Die Weißweinsorten haben daran nunmehr einen Anteil von 63,1 Prozent, was einem Zuwachs von 444 Hektar bzw. 0,5 Prozent entspricht. 34.975 Hektar (-494 ha) sind mit Rotweinsorten bepflanzt. Hier steht der Spätburgunder bei einer konstant gebliebenen Rebfläche von 11.787 Hektar an der Spitze, gefolgt von Dornfelder mit 7.741 ha. International gesehen steht Deutschland beim Spätburgunderanbau damit auf Platz drei hinter Frankreich und den USA.

Der Anbau von Sauvignon Blanc nahm im vergangenen Jahr erneut zu. Mittlerweile sind 956 Hektar mit dieser Aromasorte bestockt, was einem Flächenzuwachs von sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Bukettsorten Gewürztraminer (965 ha) und Gelber Muskateller (346 ha) legten im Anbau ebenfalls leicht zu.

Der Flächenzuwachs von internationalen Rotweinsorten verläuft hierzulande eher verhalten. So legte die Anbaufläche von Merlot 2016 lediglich um 20 Hektar auf 639 Hektar zu und die von Cabernet Sauvignon um zehn auf 374 Hektar. Sorten wie Shiraz oder Cabernet Franc wurden letztes Jahr bundesweit auf 69 bzw. 57 Hektar angebaut.