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03. Oktober 2009

Die Finalistinnen zur Wahl der Weinkönigin

Vorentscheidung: Die sechs Finalistinnen für die Wahl zur 61. Deutschen Weinkönigin stehen fest. Das macht eine Weinkönigin aus

Bei der Vorentscheidung am Samstag in Heilbronn konnten sich Christine Dautermann (23), Christl Schäfer (25) aus Württemberg, Sonja Christ (25) von der Mosel, Isabell Kindle (23) aus Baden, Marlee Herr (23) aus Sachsen und Kerstin Fliege (25) vom Weinbaugebiet Saale-Unstrut für das Finale am 9. Oktober in Heilbronn qualifizieren.

Dort geht es um die Nachfolge von Marlies Dumbsky (Foto) aus Franken, die im Vorjahr die Krone der Deutschen Weinkönigin gewonnen hatte.

Wer steht zur Wahl?

Um die begehrte Krone streiten traditionell die Vertreterinnen der 13 deutschen Anbaugebiete, von Sachsen bis zur Mosel und von Baden bis zum Mittelrhein. Die Repräsentantin des Mittelrheins hat ihre Amtszeit allerdings um ein Jahr verlängert und tritt erst 2010 an. Daher stehen in Heilbronn diesmal nur 12 Bewerberinnen zur Wahl, von denen nur sechs in die Endausscheidung kommen.

Wer veranstaltet die Wahl?

Das Deutsche Weininstitut (DWI) in Mainz, die Marketing- Organisation der deutschen Weinwirtschaft, organisiert die Wettkämpfe. Das Institut versteht sich als Ansprechpartner für Handel, Gastronomie, Medien und Verbraucher.

Welche Voraussetzungen müssen die Bewerberinnen erfüllen?

Die Frauen, die von den Anbaugebieten entsandt werden, müssen mindestens 18 Jahre alt sein. Sie müssen eine enge Verbindung zum deutschen Wein und zum Weinbau nachweisen, sei es beruflich, familiär oder als Gebietsweinkönigin.

Müssen die Majestäten vor allem gut aussehen?

Das reicht nicht. Die Jury aus Vertretern der Weinregionen, des Handels, der Gastronomie und der Presse stellt Fragen zum Weinbau und achtet auch auf Ausstrahlung, Schlagfertigkeit und Rhetorik.

Wie viel Wein muss die Königin vertragen?

Eine «gewisse Trinkfestigkeit» ist laut DWI durchaus gefragt, schließlich komme die Weinmajestät um das Weintrinken nicht herum: Bei 200 bis 250 Terminen im Jahr muss sie die deutschen Winzer und ihren Rebensaft repräsentieren.

Was verdient die Deutsche Weinkönigin?

Eigentlich ist das Amt ein Ehrenamt, allerdings erhält die Weinkönigin ein Taschengeld von 80 Euro pro Tag bei einem Termin im Inland und von 100 Euro bei einem Termin im Ausland. Reisekosten werden vom Institut beglichen. Sponsoren stellen der Königin in der Regel ein Auto zur Verfügung, mit dem sie bis zu 50 000 Kilometer im Jahr fährt.

Werden die Weinköniginnen vom Arbeitgeber freigestellt?

Ein «kooperativer Arbeitgeber» ist laut DWI bei der Vielzahl an Terminen unbedingt nötig. Ärger habe es noch nie gegeben. Nur rund die Hälfte der Bewerberinnen seien Studentinnen, die sich quasi selbst freigeben können. dpa

(Noch-Weinkönigin Marlies Dumbsky geht am 9. Oktober in Rente, Fotos: DWI)