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27. Oktober 2011

Die Sieger beim Deutschen Rotweinpreis

Staatsweingut Weinsberg, Jürgen Ellwanger und Thomas Seeger haben die besten Rotweine

Beim renommierten Deutschen Rotweinpreis belegten die Winzer im Südwesten dreimal den ersten, zweimal den zweiten und einmal den dritten Platz. Sieger wurden das Staatsweingut Weinsberg (Kreis Heilbronn) mit dem 2009 Hades Lemberger, das Weingut Jürgen Ellwanger in Winterbach (Rems-Murr-Kreis) mit einem 2007 Zweigelt und das Weingut Thomas Seeger in Leimen (Rhein-Neckar-Kreis) mit dem 2009 Schwarzriesling «R».

Die Preise des vom Fachmagazin «Vinum» (Zürich) veranstalteten 25. Wettbewerbs werden am 26. November in der Alten Kelter in Fellbach (Rems-Murr-Kreis) vergeben.

Zweite Plätze sicherten sich das Weingut Karl Haidle aus Kernen (Rems-Murr-Kreis) mit der Cuvée Ypsilon und das Weingut Ernst Dautel aus Bönnigheim (Kreis Ludwigsburg) mit dem Lemberger «S». Dritter wurde der Winzer Ewald Kopp in Sinzheim (Kreis Rastatt) mit dem Spätburgunder «S».

Erfolgreichstes Anbaugebiet war die Pfalz mit drei ersten (Cuvée, Internationale Klassiker und Edelsüß) und fünf zweiten Plätzen. Nach Rheinhessen ging ein erster (Klassische deutsche Sorten) und ein zweiter Platz. Die Ahr setzte sich in der Kategorie Spätburgunder durch. dpa 

Weitere Sieger:

Bei Spätburgunder lautet die Reihenfolge Weingut Meyer-Näkel aus Dernau (Ahr) vor Schumacher, Herxheim am Berg (Pfalz) und Kopp, Sinzheim-Ebenung (Baden). Ewald Kopp kommentierte seinen 3. Rang hochzufrieden: "Da ist noch Spielraum nach oben."

Die zahlreich angestellte Sorte Lemberger sieht fast zwangsläufig zwei Württemberger vorn: Sieg für das Staatsweingut Weinsberg, zweiter Platz für Dautel aus Bönnigheim. Bei den klassischen deutschen Sorten lagen zwei St. Laurent in Front: Braunewell aus Essenheim (Rheinhessen) sicherte sich Rang eins vor dem Kallstadter Landhaus Kronenberg (Pfalz). Bei den unterschätzten Sorten gewann Seeger aus Leimen (Baden) mit einem Schwarzriesling vor einem Portugieser von Werner, Ingelheim (Rheinhessen).

Bei den Neuzüchtungen setzte sich Jürgen Ellwanger, Winterbach (Württemberg) vor Schroth, Asselheim (Pfalz) durch. Bei Edelsüß gab es einen Doppelsieg für Frey aus Essingen (Pfalz) mit Beerenauslesen vom St. Laurent und Cabernet Sauvignon.

Zwei Brüder aus der Pfalz sind in diesem Jahr die großen Absahner: Steffen und Andreas Rings aus Freinsheim dominierten die Kategorien Internationale Klassiker (mit einem Syrah) und Cuvées (mit einem 2009er). Nach ihnen liefen ein: Metzger, Asselheim (Pfalz) mit einem Cabernet Sauvignon und Haidle, Kernen-Stetten (Württemberg) mit einem Wein, der den kuriosen Namen Ypsilon trägt.

17 Topweine, verteilt auf acht Kategorien, werden am Samstag, 26. November in Fellbach ausgezeichnet. Zunächst präsentieren die erfolgreichen Winzer am Nachmittag in der Alten Kelter ihre Spitzenweine sowie weitere Gewächse aus ihren aktuellen Kollektionen (13-17 Uhr, Tageskasse 20 Euro). Um 18.30 Uhr werden dann die Türen für den festlich gedeckten Bereich der Alten Kelter für die abendliche Gala geöffnet (148 Euro).