09. April 2009

Eierkauf zu Ostern

Bei meinen allwöchigen Marktbesuchen ist mir aufgefallen, dass immer öfter Eier aus Käfighaltung an gutgläubige Verbraucher verkauft werden

Mit der Deklarierung Frische Eier wird der Kunde auf seinem Marktbesuch schnell in die Irre geführt, der glaube, er befindet sich auf einem großen Bauernmarkt. Leider ist das heute nicht immer so. Selbst auf bekannten Berliner Wochenmärkten ist eine solche Gaunerei ein weit verbreitetes Verkaufsinstrument.

Wer sicher gehen will, aus welcher Hühnerhaltung die Eier kommen, sollte auf den Stempelcode achten oder sich aus der näheren Umgebung beim Hobbybauern seine Eier selbst aus dem Nest holen. Auf die folgenden Anfangsziffern des Stempelcodes ist zu achten:

3-Legebatterien/Käfighaltung (winzige Käfige, ein Gemeinschaftsnest, ein Sandbad und Sitzstangen sind vorhanden, jedoch kein natürliches Licht. Lassen Sie sich nicht auf Bezeichnungen, wie Bauerneier, Landeier oder Eier direkt vom Erzeuger ein. Sie verschleiern nur das schreckliche Leiden der Hennen. Ab 2010 haben die Legehennen laut Verordnung in Deutschland etwas mehr Platz.

2-Bodenhaltung (Oft werden Legehennen zu Zehntausenden in großen fensterlosen Hallen gehalten. Sieben Tiere müssen sich einen Quadratmeter teilen. Tageslicht oder überdachte Scharräume sind auch bei dieser Haltung die Ausnahme.

1-Freilandhaltung (Jedem Huhn stehen etwa 4 Quadratmeter zur Verfügung)

0-Ökologische Haltung (Diese Form ist die tiergerechteste Haltung. Die Betriebe dürfen nicht mehr als 3000 Hennen halten. Sie haben ihren natürlichen Auslauf auf einer Fläche von mehr als vier Quadratmetern. Futtermittel dürfen nur aus biologischem Anbau stammen und gentechnisch verändertes oder mit Arzneimittel angereichertes Futter ist verboten.)

Also Augen auf beim Eierkauf!

Kulinarische Grüße

Jan-Göran Barth

www.cookinaria.de