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15. Juli 2009

Feinschmecker contra Gault Millau Weinguide

Kaum gerät der Gault Millau Weinguide in die Schlagzeilen und schon kündigt der Feinschmecker einen eigenen Weinguide an. Und der österreichische Falstaff drängt als Konkurrenz zum Feinschmecker auf den deutschen Markt

Während der Gault Millau Weinguide noch mit dem Winzer-Boykott und dem Rücktritt seines Chefredakteurs zu kämpfen hat, geht der Jahreszeiten-Verlag in die Offensive und macht einen eigenen Weinführer über die besten deutschen Winzer, berichtet der Mediendienst Meedia.

Das geplante Buch des Feinschmecker soll in direkte Konkurrenz zum Gault Millau Weinguide treten. Bereits seit Jahren brachte der kürzlich eingestellte Wein-Gourmet "Die besten Weingüter in Deutschland" als dünne Taschenbuchausgabe heraus, die dem Magazin gratis beigelegt war.

Jetzt soll diese Ausgabe auch als Hardcover erscheinen. Für die Verkostung sollen keine Gebühren anfallen und alle Betriebe, die in dem neuen Wein-Guide genannt werden, sollen ein Exemplar des Buches, eine Urkunde und einen entsprechenden Aufkleber kostenlos erhalten.

Zeitgleich kündigt das österreichische Wein- und Gourmet-Magazin Falstaff einen Relaunch an, der auch eine Herausgabe einer eigenen Deutschland-Ausgabe impliziert. Statt sechs soll es künftig acht Ausgaben pro Jahr geben. Der Falstaff will damit in direkte Konkurrenz zum Feinschmecker treten.

Kommentar von Niko: Damit ist das Hauen und Stechen auf dem deutschsprachigen Gourmet-Medien-Markt eröffnet. Jetzt werden sich die sowieso schwach aufgestellten Marken gegenseitig Leser und Anzeigen abjagen. Ich möchte wetten, dass dabei ein Medium auf der Strecke bleibt.

Der Auslöser: Winzer contra Gault Millau Weinguide

Inzwischen sind übrigens zu den ursprünglich 14 Unterzeichnern bereits 16 weitere renommierte Weingüter hinzugekommen.