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09. März 2013

Franken sucht neue Weinkönigin

Drei junge Frauen wollen Weinkönigin werden. Wer die Krone bekommt, muss ein Jahr lang ein straffes Programm absolvieren: rund 400 Termine im In- und Ausland

Die aktuelle Weinkönigin Frankens musste im vergangenen Jahr nicht viel mehr machen als einfach da zu sein. Die Mathematik-Studentin Melanie Dietrich wurde ohne jede Konkurrenz zur 57. Amtsinhaberin. Das gab es zuletzt vor 16 Jahren. Es wurde schon gefürchtet, dass die Jugend von heute kein Interesse mehr an Ämtern wie diesem hat.

Doch die Branche kann aufatmen: Heuer ist wieder alles anders. Drei junge Frauen mit Know-how rund um den Wein wollen die Krone künftig tragen. Die Anwärterinnen sind zwischen 20 und 23 Jahre alt. Am kommenden Dienstag (12. März) müssen sie sich in Schweinfurt einer Jury stellen und dabei nicht nur mit Fachwissen, sondern auch mit Charme punkten.

Marion Wunderlich kennt sich mit den Pflichten einer Weinrepräsentantin bereits aus. 2011 war sie die Weinprinzessin im 900-Einwohner-Ort Tauberrettersheim (Landkreis Würzburg). Die blonde 23-Jährige arbeitet als Vermessungstechnikerin und ist mit der Welt des vergorenen Traubensaftes auch durch den Weinberg ihrer Großeltern vertraut.

Ähnlich geht es Mona Fröhling aus Eibelstadt (Landkreis Würzburg). Die Dunkelhaarige ist schon seit mehr als zwei Jahren die Weinprinzessin im Ort und studiert derzeit im ersten Semester Wirtschaftswissenschaften. Die 20-Jährige ist aktives Mitglied der Feuerwehr und schwingt als Gardetänzerin in Würzburg die Tanzbeine.

Dritte im Bunde ist Winzertochter Julia Dürr aus dem mittelfränkischen Ippesheim (Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim). Sie dürfte mit dem besten Weinwissen punkten: In der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau schloss sie ihre Winzer-Ausbildung als Jahrgangsbeste ab. Demnächst will sie noch die Meisterausbildung draufsetzen. Wenn sie sich nicht mit Wein beschäftigt, geht sie gern Skifahren und spielt Fußball. dpa