08. Dezember 2009

Gänseleber bleibt die Delikatesse zu Weihnachten

Frankreichs Exportschlager Gänseleber widersteht Krise

Gänseleber aus Frankreich widersteht der Wirtschaftskrise und bleibt weltweiter Exportschlager - besonders zur Weihnachtszeit. In den ersten sieben Monaten des laufenden Jahres seien die Exporte französischer Stopfleber-Produkte um neun Prozent gestiegen, hieß es nach Angaben des französischen Fachverbandes.

Dabei seien die Verkäufe zur Weihnachtszeit noch nicht berücksichtigt. Diese machten traditionell bis zu 50 Prozent der Jahres-Verkäufe aus, sagte ein Sprecher. Größter Kunde französischer Gänseleber im Ausland ist Spanien, das in den ersten sieben Monaten 2009 etwa 386 Tonnen Leber importiert hat. Mit 24 Tonnen rangiert Deutschland an sechster Stelle nach der Schweiz (35 Tonnen), ein Anstieg um 33 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Auch die von der Wirtschaftskrise gebeutelten Franzosen wollen zu Weihnachten nicht auf ihre Lieblings-Delikatesse verzichten: nach jüngsten Umfragen sparen die Franzosen zuerst an Geschenken. Beim Weihnachtsessen will man für Gänseleber, Champagner, Austern, Lachs und die Biskuitrolle mit Creme «La Buche» gern wie immer tief in die Tasche greifen.

Mit fast 20 000 Tonnen 2008 ist Frankreich nach wie vor einsame Spitze bei der Herstellung der Delikatesse von Gans und Ente. Dies entspricht 75 Prozent der Weltproduktion mit einem geschätzten Umsatz von 1,7 Milliarden Euro. «Wir haben auf der Welt keine ernsthafte Konkurrenz bei der Gänseleber-Produktion", sagte der Sprecher. dpa