15. Mai 2010

Gastgewerbe schwächelt weiter

Der Umsatz der Kneipen, Restaurants, Caterer und Hotels sank im März gegenüber dem Vorjahr real um 3,1 Prozent, wie das Statistische Bundesamt berichtete

Damit beläuft sich das Minus im ersten Quartal des Jahres auf 3,7 Prozent im Vergleich zum ebenfalls schlechten Vorjahr. 2009 insgesamt hatte das deutsche Gastgewerbe real 6,6 Prozent Umsatz verloren. Verglichen mit dem Februar 2010 sanken die Umsätze kalender- und saisonbereinigt real um 0,4 Prozent.    

Wirte und Hoteliers hielten im März allerdings erneut mit Preiserhöhungen dagegen. Daher lagen die tatsächlichen (nominalen) Umsätze nur um 0,4 Prozent unter dem Wert des Vorjahres - und sogar leicht (plus 0,1 Prozent) über den Erlösen vom Februar. Der Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes Dehoga, Ernst Fischer, erklärt die schwache Entwicklung mit den Auswirkungen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise sowie dem «extrem strengen und langen Winter in Deutschland».

Auch das schlechte Wetter im April und Mai bereite der Branche Sorgen: «Bei winterlichen Temperaturen blieben viele Außenterrassen und Biergärten an den traditionell umsatzstarken Feiertagen wie Ostern und Himmelfahrt leer.» Die Umsatzverluste aus diesen Monaten könnten im Sommer kaum aufgeholt werden.    

Im März erzielten die Beherbergungsbetriebe einen nominalen Umsatzzuwachs von 1,0 Prozent. Zu unveränderten Preisen hätten sie ein Minus von 4,4 Prozent verbuchen müssen. In der Gastronomie wurden nominal 1,2 Prozent und real 2,5 Prozent weniger umgesetzt als im März 2009.    

Im Gastgewerbe machten allein die Caterer mehr Geschäft. Ihre Umsätze stiegen nominal um 3,6 Prozent, real um 2,3 Prozent. Hoffnungsträger des Gastgewerbes seien die Ferienhotellerie speziell an Nord- und Ostsee sowie das Segment Geschäftsreisen. Insgesamt erwarte der Verband für das Gesamtjahr 2010 im Vergleich zum Vorjahr konstante nominale Umsätze im Gastgewerbe. dpa