HOTELS
04. Juli 2009

Grand Hotel Heiligendamm erhält Landesbürgschaft

Fotos: Grand Hotel Heiligendamm GmbH

Das Grand Hotel Heiligendamm nimmt bei einem Verlust von zwei Millionen Euro eine Bürgschaft des Landes Mecklenburg-Vorpommern über vier Millionen Euro in Anspruch

"Ich freue mich, dass das Land zu unserer gemeinsamen Verantwortung steht, das Grand Hotel als touristisches Aushängeschild des Landes und bedeutender Arbeitgeber von über 300 Beschäftigten zu unterstützen", erklärte Anno August Jagdfeld, Geschäftsführer der Grand Hotel Heiligendamm GmbH & Co. KG.

Hintergrund sind die unbefriedigenden wirtschaftlichen Ergebnisse in Folge der Wirtschafts- und Finanzkrise. Von ihr ist die gehobene Hotellerie landesweit in besonderem Maße betroffen. Noch bis Mitte 2008 hatte die damalige Managementgesellschaft Kempinski nach Angaben der Jagdfeld-Gruppe einen Gewinn von eineinhalb Millionen Euro für das Grand Hotel Heiligendamm prognostiziert. Stattdessen wurde ein Verlust von zwei Millionen Euro erwirtschaftet.

Überdies entgingen dem Grand Hotel nach Angaben der Jagdfeld-Gruppe "erhebliche Einnahmen durch den abrupten Ausstieg der Managementgesellschaft im Februar 2009, mit dem Buchungssystem und Internet-Auftritt von jetzt auf gleich abgeschaltet wurden".

Die nunmehr notwendigen Ausgaben für neues Buchungssystem, Internet-Auftritt und Neupositionierung (Werbung und Marketing) seien zwingende Folge dieser Altlasten und hätten das Ergebnis im ersten Halbjahr 2009 daher belastet.

Das Grand Hotel Heiligendamm sei aber dennoch ein strukturell gesundes Unternehmen, so Jagdfeld. Einschließlich der Bürgschaft belaufen sich die Bankkredite mit etwa 22 Millionen Euro auf 11 Prozent des gesamten Investitionsvolumens von etwa 200 Millionen Euro. Damit verfüge die Hotel-Gesellschaft über eine auch im Vergleich solide Eigenkapitalausstattung. "Wir sind daher zuversichtlich, die Durststrecke gut zu überwinden. Für unsere Gäste, Mitarbeiter und Lieferanten ändert sich nichts", so Jagdfeld.