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02. Mai 2015

Grillen in Deutschland Die Studie

Wie viele Bundesbürger grillen? Wie groß ist die Zahl der Grillverweigerer? Und wie viele Menschen fühlen sich von Rauch, Qualm und Essensgerüchen gestört?

Kaum jemand, der es nicht tut: 87 Prozent der Bundesbürger grillen. Für 15 Prozent ist Grillen sogar ein Ganzjahres-Vergnügen - sie stehen selbst bei Frost am Rost, wie eine Befragung des Meinungsforschungsinstituts YouGov ergab. Dass sie niemals grillen, sagen 13 Prozent.

Wenn das Wetter es zulässt, grillt fast jeder Zehnte (9 Prozent) mehrmals in der Woche. Weitere 31 Prozent machen das mindestens einmal wöchentlich. Ein bis zwei Mal im Monat werfen 44 Prozent das Gerät an.

Aktives Grillen ist eher ein Männer- als ein Frauending: 53 Prozent der Männer stehen «ausschließlich oder überwiegend selbst» am Grill. Dies sagen nur 20 Prozent der Frauen von sich.

Fleisch lassen sich 97 Prozent der Griller schmecken, 61 Prozent grillen Gemüse, 45 Prozent Fisch und 27 Prozent Käse. Vegetarische oder vegane Fleischersatzprodukte wie Tofu-Würstchen gehören für 13 Prozent dazu.

Im Garten grillen 67 Prozent, 11 Prozent auch in der Natur und 6 Prozent im Park, obwohl das vielerorts verboten ist.

Rauch, Qualm und Grillgerüche können andere stören - doch nur 4 Prozent der Befragten ärgern sich «häufig» über die Begleiterscheinungen des Grillens. 12 Prozent tun das «manchmal» und 19 Prozent «selten».

Die Liste der beliebtesten Energiequellen führt die Holzkohle an, 64 Prozent nutzen sie. 34 Prozent verwenden einen Elektrogrill, 27 greifen zu Grillbriketts, 14 Prozent grillen mit Gas, 10 Prozent mit Holz. dpa

Zu den Grill-Tipps

Vier Sicherheitstipps zum Grillen

Wo Feuer ist, herrscht Gefahr. Wer grillt, sollte das im Auge behalten. Ein paar Hinweise zur Auswahl eines Gerätes und zu seiner sicheren Anwendung vom TÜV Nord in Hannover:

- 400 Grad und mehr Hitze können manche Grills entwickeln. Es dürfen daher keine brennbaren Gegenstände in der Nähe sein. Am besten steht das Gerät an einem windstillen Ort.

- Kohlenmonoxid entweicht, wenn Kohle verbrennt. Daher darf nie in geschlossenen Räumen gegrillt werden. Sonst droht Erstickungsgefahr.

- Brandbeschleuniger wie Spiritus oder Benzin können eine Stichflamme auslösen. Besser sind spezielle Anzündwürfel. Die meisten Unfälle beim Grillen sind Verbrennungen von Gesicht und Händen. Kinder sollten sich immer vom Gerät entfernt halten.

- Ältere Grills sollten nur noch verwendet werden, wenn alle Teile fest miteinander verbunden sind. Der Grillrost darf nicht verbogen sein und muss sich mit dem Grill fest verbinden. Reinigen lässt sich ein Gerät übrigens besser, wenn der Grill möglichst wenig Ecken und Kanten hat. Das ist dann nicht nur hygienischer, das Modell hält sich auch länger.