NEWS
11. Oktober 2007

Gröner Hein

Birnen, Bohnen und Speck - ein Eintopf mit der Herkunft nördlichstes Deutschland ...

Der Zeitpunkt scheint wie perfekt zu sein. Im Garten werden die Vorbereitungen für die kalte Jahreszeit getroffen. Der Klassiker unter den Kartoffel, die „Adretta“ mit ihrem unverkennbaren mehligen Charakter und würzig-erdigen Geschmack wird aus sandigen Boden geholt.

 Bohnenpflanzen, welche dieses Jahr eine gute Arbeit geleistet haben werden beseitigt, wobei da die letzten, jedoch sehr aromatischen Bohnen noch gepflückt werden müssen. Winterforelle, Williams Christ & Co hängen in Massen an den Bäumen und erreichen bald ihre Pflückreife oder besitzen gar schon das Stadium der alkoholischen Gärung.

In den Metzgereien Norddeutschlands herrscht Hochbetrieb, denn dort wird der neue Schinken und Speckjahrgang zum Räuchern und Reifen in den Katen vorbereitet und die letzten Stücke der aktuellen Saison sind sehr begehrt.

 Warum? Aus den schön gereiften Schinken, Speck und Knochenstücken lässt sich mit den oben schon genannten Rohstoffen ein wunderbarer Eintopf herstellen. „Gröner Hein“ – Birnen, Bohnen und Speck - ein Eintopf mit der Herkunft nördlichstes Deutschland.

Ein Eintopf, der möglicherweise nicht jedermanns Geschmack trifft, aber ein Grund mehr ihn zu probieren. Das nun folgende Rezept ist eine mehr oder weniger modernere Interpretation des alten Norddeutschen Klassikers.

 Sie benötigen für 4 Personen folgende Zutaten:

4 festfleischige kleine Birnen

1 kg Katenschinkenknochen

300g durchwachsener Katenrauch-Bauchspeck

2 L klare Fleischbrühe

300ml Birnensaft

500g grüne Bohnen

2 weiße Zwiebeln

1 Zweig Zitronenthymian

2 Zweige Bohnenkraut

l/2 TL Bohnenkraut getrocknet

500g „Adretta“ Kartoffeln

1 Stk. Karotte

Tiefensalz, schwarzer Pfeffer, gerieben Zitronenschale Rapsöl …

und so wird´s gemacht:

- Katenschinkenknochen mit der Fleischbrühe kalt ansetzen und ca. 1 Stunde leicht sieden lassen, dabei von Zeit zu Zeit den dabei entstanden Schaum beseitigen 

- Getrocknetes Bohnenkraut beigeben und die Brühe nochmals eine halbe Stunde ziehen lassen, anschließend durch ein Tuch passieren

- Weiße Zwiebeln in feine Streifen schneiden und in heißem Fett knusprig backen

- Birnen schälen und mit Hilfe eine Kugelausstechers das Kerngehäuse von der Blüte aus, entfernen

- die ausgehöhlten Birnen in einem Sud aus Birnensaft und Brühe ( 1:1 ) bissfest garen

- Kartoffeln schälen, gar kochen und zu einem Püree verarbeiten

- Katenrauchspeck in feine Streifen schneiden und in einer heißen Pfanne knusprig auslassen

- Bohnen verputzen, in Brühe blanchieren und anschließend in gewünschte Form schneiden

- Karotte schälen und in kleine Würfel schneiden und in dem Birnen-Brühesud blanchieren

- Die Hälfte des ausgelassen Katenrauchspecks dem „Adretta“-Püree beigeben, mit Salz, schwarzem Pfeffer, geriebener Zitronenschale würzen und die Birnen damit füllen

- Zitronenthymian und Bohnenkraut zupfen, grob hacken und mit den Bohnen und Karottenwürfeln der Brühe beigeben

- Platzieren Sie nun die gefüllte Birne in die Mitte eines tiefen Tellers, umgeben dies mit den Bohnen und der Brühe

- geröstete weiße Zwiebeln, restlichen krossen Bauchspeck zugeben und fertig ist der Norddeutsche Klassiker „Gröner Hein

Nun wünsche ich viel Freude beim Ausprobieren

Kulinarische Grüße

Jan-Göran Barth

www-jan-goeran-barth.de

vote for this blog!